S.O.S. – Skyline ohne Strom: Schulen ausgezeichnet

01.07.2016

 

Die Resonanz auf die Schulkampagne ist beachtlich: Über 850 Schüler an mehr als 30 Stationen beschäftigten sich im Rahmen des Unterrichts mit der Energiewende und ihren Folgen für die Versorgungssicherheit. Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Unternehmen aus dem gesamten IHK-Bezirk sowie Energieversorger und hochrangige Politiker den Fragen der Schüler gestellt. Heute wurden die Schulergebnisse durch Prof. Dr. Wolfram Wrabetz, Stellvertretender Präsident der IHK Frankfurt am Main, prämiert.

 

Der Hintergrund: Unter dem Titel „SOS – Skyline ohne Strom“ bringt die IHK die Fachkräfte von morgen in den Dialog mit Industrie und Politik. Anlass der Schuloffensive ist die zunehmende Versorgungsunsicherheit, die sich unter vielen Unternehmen aufgrund der Energiewende breitmacht. Das große Manko sind zum einen die veralteten Netze, manche von ihnen sind gar noch aus Vor-Kriegszeiten. Sie sind nicht darauf eingerichtet, die Strommengen von vielen kleinen, dezentralen Erzeugern einzusammeln und sinnvoll weiterzuleiten. Schnell gelangen die Netze somit an ihr Limit. Keine passende Infrastruktur – keine Energiewende. Für die wirtschaftsintensive Metropolregion Frankfurt wäre ein mehrstündiger Stromausfall eine Katastrophe. Zum anderen machen die gestiegenen Strompreise zur Finanzierung der Energiewende sowie eine unsichere Rechtslage vielen Unternehmen das vorausschauende Wirtschaften schwer.

 

Welche Folgen hat ein Blackout? Warum ist Energiesparen wichtig? Wie können wir Ökonomie und nachhaltiges Handeln in Einklang bringen? Mit diesen und mehr Fragen haben sich elf Schulen aus dem IHK-Bezirk Frankfurt am Main im Unterricht beschäftigt. Schülerinnen und Schüler erarbeiteten im Fach Politik und Wirtschaft die Ursachen, Hintergründe und Szenarien eines möglichen großräumigen Stromausfalls und diskutierten mit Politikern, Unternehmern und Energieversorgern darüber. Die Gymnasiasten entwickelten Maßnahmen und Lösungsansätze, wie sich Unternehmen auf einen Stromausfall vorbereiten können, aber auch, wie die eigene Schule energetisch saniert werden kann und welche Herausforderungen auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbare Energien gemeistert werden müssen.

 

Die elf beteiligten Schulen sind die Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach, die Altkönigschule Kronberg, die Elisabethen- und die Ernst-Reuter-Schule I aus Frankfurt, die Feldbergschule Oberursel, die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn, das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, die Muster- sowie die Otto-Hahn-Schule Frankfurt, das Privatgymnasium Dr. Richter aus Kelkheim sowie das Taunusgymnasium Königstein. In fast allen Schulen haben die jeweiligen (Ober-)Bürgermeister an der Diskussion teilgenommen. Unternehmensseitig waren u. a. Clariant SE, die Hochtaunusklinik sowie die Mainova und die Süwag vertreten.

 

Dass die IHK Frankfurt mit dem Projekt „einen Nerv getroffen hat“, weiß Prof. Wrabetz: „Die Energiewende ist ein Beispielprojekt ohne gleichen. Und gerade für das Rhein-Main-Gebiet ist eine sichere und bezahlbare Energieversorgung essentiell. Weil wir darin in erster Linie ein regionales Thema sehen, bin ich stolz, dass wir so viele Schulen und Unterstützer aus der Rhein-Main-Region für dieses Projekt gewinnen konnten. Und ganz besonders freue ich mich, all die kreativen Ergebnisse dieser Workshop-Reihe heute prämieren zu dürfen.“

 

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