IHK im Dialog mit Stadtrat Josef

20.09.2016

 

Die IHK Frankfurt am Main hat im Rahmen einer Sitzung ihres Arbeitskreises Integrierte Stadtentwicklung den neuen Frankfurter Planungsdezernenten, Stadtrat Mike Josef, begrüßt. Damit soll ein fruchtbarer Austausch angestoßen werden. Die Mitglieder des Arbeitskreises und der Planungsdezernent stellten jeweils ihre Projekte und Erwartungen für die künftige Entwicklung vor. Dabei wurde deutlich, dass angesichts einer wachsenden Stadt Konsens darüber besteht, dieser Herausforderung mit Gestaltungswillen gemeinsam zu begegnen. Die Themen Flächennutzung, die Vernetzung von Wohnen und Arbeiten und der Aufbau eines neuen Stadtquartiers sind aus Sicht des Arbeitskreises und Stadtrat Josef die wichtigsten Anliegen für die Stadtentwicklung.

 

Josef verdeutlichte seinen Willen, den Prozess der Stadtentwicklung zu beschleunigen. Ein Fokus lag dabei auf der Erkenntnis, dass eine reine Innenentwicklung nicht möglich ist. „Gerade eine Stadt wie Frankfurt, die mit ihren Schutzkategorien eine Sonderstellung einnimmt, muss den Blick auch auf die Außenentwicklung richten“, sagte Josef. In seiner Amtszeit wolle er den Fokus auf die Durchmischung von neuen Quartieren setzen. Dabei dürfe vor allem der geförderte Wohnungsbau nicht zu kurz kommen. Bis Mitte 2017 hofft Josef, einen politischen Konsens zum integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt zu finden.

 

Auch die Vertreter der IHK Frankfurt am Main verdeutlichten ihren Wunsch nach mehr Flächen, vor allem für Gewerbe. „Die Wirtschaftsentwicklung einer Region hängt auch von den Flächennutzungsmöglichkeiten ab – sie braucht Fläche für ihr Gewerbe und Wohnraum für die dringend benötigten Fachkräfte. Da die Flächen- und Nutzungsansprüche hierfür zum Teil jedoch in Konkurrenz zueinander stehen, bedarf es einer integrierten Herangehensweise. Der Umgang mit den zur Verfügung stehenden Flächen wird darüber entscheiden, ob wir das Niveau eines der wirtschaftsstärksten Räume in Europa halten können und die Prosperität der Region im Idealfall sogar noch steigern können“, erläuterte Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main. Die IHK ist wie Josef der Meinung, die Region für die Stadtentwicklung mit einzubeziehen. „Aufgrund der regionalen

Verflechtungen sind die Herausforderungen der wachsenden Stadt nur gemeinsam zu lösen. Nur so können bedarfsgerechte Gewerbeflächen und ausreichende Wohnbaulandflächen bereitgestellt werden“, so Gräßle weiter. Bei der Entwicklung neuer Quartiere setzt die IHK in ihrem Konzept zur integrierten Stadtentwicklung ebenfalls auf eine ausgewogene Nutzungsmischung mit einer guten sozialen und technischen Infrastruktur. Für die Zukunft haben IHK und Planungsdezernat einen engen Austausch verabredet, um gemeinsam die Frankfurter Stadtentwicklung voranzubringen.

 

Die IHK hat ihre Positionen in der Broschüre „Anforderungen der Wirtschaft an eine integrierte Stadtentwicklung der Stadt Frankfurt für eine zukunftsorientierte Metropolregion FrankfurtRheinMain“ formuliert. Sie steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.frankfurt-main.ihk.de/position_stadtentwicklung

 

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