Note 2: IHK-Bezirk Frankfurt am Main ist Top-Standort für Unternehmen

17.10.2016

 

Die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main haben dem Wirtschaftsstandort in einer breit angelegten Umfrage erstmals „Schulnoten“ vergeben. Ergebnis: Mit einer guten Durchschnittsnote von 2,1 äußern sich die Betriebe sehr zufrieden, an einigen Stellen werden aber auch Verbesserungspotenziale deutlich.

 

Fast zwei Drittel der Unternehmen meinen, dass sich der Standort in den letzten fünf Jahren positiv oder teilweise positiv entwickelt hat. „Alles in allem belegen diese Zahlen, dass sich der IHK-Bezirk Frankfurt am Main auf Top-Niveau befindet und in den vergangenen Jahren zufriedenstellend entwickelt hat. Zurecht gilt der Standort FrankfurtRheinMain als eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen Deutschlands und Europas. Dies bestätigen auch die diversen Standortrankings, in denen Frankfurt am Main sowie der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis regelmäßig Spitzenpositionen belegen“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zu den Ergebnissen der Umfrage.

 

764 Unternehmen quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen haben sich an der Umfrage beteiligt und ihre Einschätzung zu 35 Standortfaktoren abgegeben. 35,1 Prozent der antwortenden Betriebe beschäftigen bis zu 9 Mitarbeiter und weitere 53,7 Prozent zwischen 10 und 249 Mitarbeiter, sodass die Antworten insbesondere die Meinung von kleinen und mittleren Unternehmen widerspiegeln.

 

Besonders zufrieden zeigen sich die Betriebe mit der verkehrlichen Erreichbarkeit – sowohl die Anbindung an das Luftnetz als auch die Anbindung an den ÖPNV und den Schienenfernverkehr schneiden im Vergleich zu anderen Standortfaktoren überdurchschnittlich gut ab. Auch das Freizeit- und Kulturangebot, die Nähe zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Internationalität der Region werden überdurchschnittlich positiv eingeschätzt.

 

Auch wenn die Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main ihre Standortbedingungen insgesamt positiv bewerten, bestehen deutliche Handlungsbedarfe, die mit besonderer Aufmerksamkeit angegangen werden müssen. Beispielsweise leidet die Standortattraktivität insgesamt unter Verwaltungsauflagen, der Dauer von Genehmigungsverfahren sowie der Höhe der Standortkosten – Standortfaktoren, zu denen sich die Unternehmen deutlich unzufrieden geäußert haben.

 

Großer Handlungsbedarf besteht auch im Bereich Fachkräftesicherung, einem Thema, dem die Unternehmen im Durchschnitt die höchste Wichtigkeit zuweisen. Gleichzeitig fällt die Zufriedenheit in diesem Bereich deutlich ab: So sind 61 Prozent der Unternehmen wenig zufrieden bzw. unzufrieden mit der Verfügbarkeit von Auszubildenden vor Ort. Mit Blick auf die Verfügbarkeit von Fachkräften äußern sich 58 Prozent der Betriebe entsprechend. Trotz starkem Zuzugs in die Region ist die Fachkräftesicherung also weiter ein Megathema in vielen Unternehmen.

 

Ebenfalls wenig zufrieden zeigen sich die Unternehmen mit der Verfügbarkeit von Wohnraum und dem Zustand der Straßeninfrastruktur. „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Kommunen sich stärker bemühen müssen, den Herausforderungen der wachsenden Metropolregion FrankfurtRheinMain zu begegnen. Notwendig ist eine vorausschauende und bevorratende Flächenpolitik, um zusätzlichen Raum sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe zu schaffen. Hier stehen insbesondere die Themen Wohnen und Arbeiten in einem engen Zusammenhang, denn um attraktiv für Fachkräfte zu sein, müssen die Kommunen sich auch als attraktive Wohnstandorte positionieren. Hierzu gehört, neben der zügigen Aktivierung bereits ausgewiesener Wohnbaulandareale auch die Ausweisung zusätzlicher Entwicklungsareale in Angriff zu nehmen“, sagte Prof. Müller.

 

Erfreulich ist, dass sich beim Vergleich der Gesamtbewertung für die Stadt Frankfurt am Main, dem Main-Taunus- sowie dem Hochtaunuskreis nur geringe Unterschiede zeigen: Sowohl die Kommunen im Main-Taunus-Kreis als auch diejenigen im Hochtaunuskreis erhalten von den Unternehmen die Durchschnittsnote 2,15. Noch geringfügig besser schneidet die Stadt Frankfurt am Main mit einem Wert von 2,07 ab.

 

Detaillierte Ergebnisse der Standortumfrage sind unter www.frankfurt-main.ihk.de/standortumfrage abrufbar. Gedruckte Exemplare können bei Herrn Christian Weßling (c.wessling@frankfurt-main.ihk.de) bestellt werden.

 

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