Hessische Konjunktur hält Risiken stand

19.10.2016

 

Nach einer stabilen Entwicklung im Jahresverlauf schwächt sich die hessische Konjunktur im Herbst leicht ab. Dennoch zeigen sich die Unternehmen nach wie vor überwiegend zufrieden mit der aktuellen Lage. „40 Prozent der hessischen Unternehmen bewerten die derzeitige Geschäftslage als gut, weitere 51 Prozent beschreiben sie als befriedigend und nur neun Prozent sind mit der momentanen Geschäftssituation unzufrieden“, so fasst Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), die Stimmung der knapp 3.000 hessischen Unternehmen zusammen, die sich an der aktuellen Konjunkturumfrage beteiligt haben. „Nach wie vor bildet die hohe Konsumbereitschaft unter den Verbrauchern sowie die positive Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung das Fundament einer soliden konjunkturellen Entwicklung. Davon profitieren vor allem das Bau- und Gastgewerbe sowie die Dienstleiter“, so Prof. Dr. Müller.

 

Dass der Geschäftsklimaindex dennoch um drei auf 118 Punkte nachlässt, ist vor allem auf die gesunkenen Erwartungen über die zukünftige Geschäftsentwicklung zurückzuführen. „Unter anderem die Brexit-Entscheidung trägt dazu bei, dass das außenwirtschaftliche Umfeld schwierig bleibt. Diese Unsicherheiten in einem der wichtigsten Absatzmärkte stellen eine große Herausforderung für die hessische Wirtschaft dar“, äußert sich Prof. Dr. Müller. „Mittlerweile rechnen 18 Prozent der Betriebe mit rückläufigen Exporttätigkeiten im kommenden Jahr – ein Plus von sieben Prozentpunkten im Vergleich zur Vorumfrage. Neben dem Brexit spielt auch die schwächere Konjunktur in vielen Schwellenländern sowie der offene Ausgang des Präsidentschaftswahlkampfes in den Vereinigten Staaten eine Rolle“, stellt Prof. Dr. Müller fest.

 

Unbeeindruckt von den wirtschaftlichen sowie politischen Unsicherheiten zeigen sich die hessischen Unternehmen, wenn es um ihre Beschäftigungs- und Investitionspläne geht. „Positive Investitionsimpulse sind vor allem von den Dienstleistern und dem Gastgewerbe zu erwarten. Auch in der Verkehrswirtschaft sind die Investitionsabsichten, nicht zuletzt aufgrund des weiterhin relativ niedrigen Ölpreises, aufwärts gerichtet. Branchenübergreifend ist auch mit einer leichten Zunahme der Beschäftigtenzahlen zu rechnen. 20 Prozent der hessischen Unternehmen planen neues Personal einzustellen und lediglich 13 Prozent gehen von einem Rückgang des Personalbestandes aus“, so der ARGE-Vorsitzende.     

 

 

Zum Hintergrund: Für die Konjunkturumfrage werden dreimal im Jahr 9.000 hessische IHK-Mitgliedsunternehmen befragt. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht der Arbeitsgemeinschaft Hessen erläutert. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.ihk-hessen.de/konjunkturbericht

 

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