Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zum Herbst 2016: Stabile Wirtschaft bei zunehmenden Unsicherheiten

26.10.2016

 

Die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zeigen sich mit der aktuellen Geschäftslage überwiegend zufrieden. 93 Prozent der Betriebe beurteilen die laufenden Geschäfte als gut oder befriedigend und lediglich sieben Prozent schätzen die derzeitige Geschäftssituation als schlecht ein. „Vor allem von der Bauwirtschaft, dem Gastgewerbe und den unternehmensbezogenen Dienstleistern gehen positive Wachstumsimpulse aus“, äußert sich Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zu den Ergebnissen der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. „Zwar rechnet die Mehrheit der Unternehmen auch in Zukunft mit steigenden oder zumindest gleichbleibenden Geschäften, dennoch sind die außenwirtschaftlichen Unsicherheiten echte Wachstumshemmnisse. Vor allem die Sorge vor einer sinkenden Auslandsnachfrage und die noch offenen Folgen des Brexits verunsichern die Betriebe zunehmend. Mittlerweile gehen 17 Prozent von sinkenden Ausfuhren aus“, fährt Prof. Müller fort.

 

In den aktuellen Beschäftigungs- und Investitionsplänen lassen sich allerdings noch keine Unsicherheiten erkennen. Die Investitionsneigung erreicht nach einem kleinen Dämpfer erneut das Vorjahresniveau: 28 Prozent der Unternehmen rechnen mit steigenden Investitionsbudgets und weitere 57 Prozent planen, die aktuellen Investitionsvolumen konstant zu halten. Positive Investitionsimpulse sind insbesondere aus der Dienstleistungsbranche zu erwarten.

 

In den kommenden Monaten rechnen die Betriebe im IHK-Bezirk auch mit einem sich fortsetzenden Beschäftigungsaufbau. Nahezu jedes vierte Unternehmen plant, den Personalbestand zu erhöhen und 62 Prozent halten an den aktuellen Beschäftigungsplänen fest. Auch hier sind es die Dienstleister, von denen die größten Beschäftigungsabsichten ausgehen. Doch bald könnte der Fachkräfteengpass die Beschäftigungspläne der Unternehmen durchkreuzen, denn mit 42 Prozent sehen so viele Unternehmen wie nie zuvor im Fachkräftemangel das größte Risiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. „Über ein Drittel der Betriebe im IHK-Bezirk kann bereits heute offene Stellen nicht besetzen, weil passendes Personal fehlt. Vor allem Fachkräfte mit Hochschul- oder Berufsabschluss werden gesucht“ sagt Prof. Müller. Flüchtlinge spielen bei der Reaktion der Betriebe auf den Fachkräftemangel ebenfalls eine Rolle: Immerhin zwölf Prozent beschäftigen bereits Flüchtlinge – überwiegend als Einstiegsqualifikanten – und weitere acht Prozent planen, in den kommenden zwei Jahren Flüchtlinge einzustellen oder auszubilden.    

 

Zum Hintergrund: Die IHK Frankfurt am Main befragt dreimal jährlich rund 3.000 Mitgliedsunternehmen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie in der Stadt Frankfurt am Main zur aktuellen Lage und ihren Erwartungen. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht der IHK Frankfurt am Main erläutert. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.frankfurt-main.ihk.de/konjunkturbericht.

 

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