Die Wirtschaft schreibt!

11.11.2016

Zurzeit oder Zur Zeit? Belletage oder Beletage? Freitagabend oder Freitag Abend? Diesen Stolperfallen der deutschen Rechtschreibung stellten sich gestern 14 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Frankfurt am Main im Diktatwettbewerb „Die Wirtschaft schreibt!“. Sie waren aufgerufen, sich im sportlichen Wettkampf zu beweisen. Dabei stand nicht nur die Freude an der Sprache im Vordergrund, sondern auch der gute Zweck.

16 Teams mit bis zu sechs Teilnehmern stellten sich dem anspruchsvollen Diktat. Die durchschnittliche Fehlerzahl betrug 23,7 Fehler. Sieger in der Einzelkategorie wurde Ulf Meyer vom Team „Vision Zero Mistakes“ der Continental Teves AG & Co. OHG mit nur 9 Fehlern. Sieger in der Teamkategorie mit 15,5 Fehlern im Durchschnitt wurde das Team „Unsere besten Schreiber“ von der UBS Deutschland AG. Die Einzel- und Mannschaftssieger erhielten eine Urkunde und eine Trophäe. 

„Unsere Sprachkultur hängt auch an der Beherrschung der Schriftsprache, die wir nicht dem Computer überlassen können. Angesichts des digitalen Kommunikationswandels zeigt der große Diktatwettbewerb auf sportlich-heitere Weise, wie anregend und nützlich es nach wie vor ist, sich mit Rechtschreibung auseinanderzusetzen. Dass die IHK Frankfurt am Main nun zum zweiten Mal die Unternehmen ihres Kammerbezirks dazu einlädt, unter dem Titel ‚Die Wirtschaft schreibt‘ ihre Rechtschreibexpertise unter Beweis zu stellen, freut mich besonders – denn Geschäftskorrespondenz ist nach wie vor eine Hochburg der Rechtschreibung!“, sagt Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender, Stiftung Polytechnische Gesellschaft (SPTG), Frankfurt am Main.

„Der Diktatwettbewerb liegt mir persönlich sehr am Herzen. Digitale Rechtschreibkorrektur ist nur eine Hilfestellung, längst nicht alle Fehler werden so behoben, man kann sich nicht auf der vermeintlichen Sicherheit ausruhen. Es gibt lustige, verwirrende oder auch wirklich ungünstige Rechtschreibfehler, aber sie alle wirken nun mal unprofessionell und werfen ein schlechtes Licht auf den Absender und auf das Unternehmen, in dessen Namen er schreibt. 
Ich habe deswegen großen Respekt vor jedem Teilnehmer, der sich dieser Herausforderung stellt. Darüber hinaus geht es um einen guten Zweck. Die Wirtschaft schreibt ist ein Format, das Spaß und Arbeit perfekt kombiniert", sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer, IHK Frankfurt am Main.

„Die Wirtschaft schreibt!“ ist eine Veranstaltung der IHK Frankfurt am Main mit Unterstützung der SPTG. Der Wettbewerb will auf sportliche, heitere und lehrreiche Weise darauf aufmerksam machen, wie wichtig richtiges Schreiben nach wie vor in beruflichen Zusammenhängen ist. Zentrales Element der Veranstaltung ist ein kniffliges, rund zwanzigminütiges Diktat in Form eines Geschäftsbriefs, das von den Teilnehmern gemeinsam und gleichzeitig geschrieben wird. Rund jedes fünfte der 240 Wörter ist eine sprachliche Hürde. Der Text offenbart auf diese Art und Weise Schwierigkeiten und Reichtum der deutschen Sprache zugleich. Nach dem Diktat korrigieren die Teilnehmer die Texte zunächst selbst. Im Anschluss ermittelt eine Jury aus den besten Arbeiten die Gesamtsieger nach Punkten.

Die IHK Frankfurt am Main und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main verdoppelten jeweils das Startgeld der Teilnehmer. So kamen 7.650 Euro zusammen, die Matthias Gräßle und Dr. Roland Kaehlbrandt an die Joblinge gAG FrankfurtRheinMain übergaben. Bei den Joblingen engagieren sich Wirtschaft, Staat und Privatpersonen gemeinsam, um junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen zu unterstützen. Das Ziel: echte Jobchancen und die nachhaltige Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft. Über passgenaue Qualifizierung, ehrenamtliches Mentoring und Begleitung während der Ausbildung schafft der Großteil der Jugendlichen den Sprung in das Berufsleben. Zur Integration junger Flüchtlinge haben die Joblinge ebenso ein spezifisches Programm entwickelt.

Die Website http://www.dergrossediktatwettbewerb.de/training bietet allen Rechtschreibfans eine Möglichkeit, ihr Wissen zu testen und zu trainieren. Die Einladung und das Diktat finden sie hier.

 

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