IHK Frankfurt begrüßt die Konkretisierung der Planung für die RTW

21.11.2016

Die IHK Frankfurt begrüßt die Festlegung eines Zeitplans für die Planfeststellung der Regionaltangente West (RTW), die der RTW-Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Freitag beschlossen hat. Die Planfeststellungsunterlagen sollen demnach im Laufe des nächsten Jahres eingereicht werden. Die Strecke ist dabei in drei Planfeststellungs-Abschnitte unterteilt.

„Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter in FrankfurtRheinMain haben ein hohes Interesse an der Realisierung“, erläutert Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main. „Wir freuen uns, wenn nun der Planungsprozess der RTW beschleunigt und in einem transparenten Verfahren zum Abschluss gebracht werden kann.“

Wie wichtig das Projekt ist, zeigt sich auch daran, dass die Europäische Union die Planung mit 7,68 Mio. Euro fördert. Damit ist genug Geld da, um die Planfeststellung auch zu Ende zu bringen.

Die Wirtschaft in FrankfurtRheinMain braucht die Regionaltangente West. Auf die Vorteile für die Beschäftigten und Betriebe in den Standorten entlang der geplanten neuen Schienenverbindung in der Region westlich von Frankfurt hat die Industrie- und Handelskammern Frankfurt am Main bereits mehrfach hingewiesen und auch eine Plakataktion zusammen mit der IHK Offenbach und Unternehmen entlang der Strecke initiiert.

„Mit der 44 Kilometer langen Schienenverbindung von Bad Homburg über den Flughafen bis nach Neu-Isenburg werden zigtausende von Arbeitsplätzen schneller erreichbar. Die Wirtschaftsstandorte entlang der Linie werden für Unternehmen attraktiver, die Region rückt näher zusammen, so dass sich auch die Wohnsituation für Fachkräfte ein Stück mehr entspannen dürfte“, sagte Gräßle.

Für die Unternehmen und die Fachkräfte im Hochtaunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis und im Landkreis Offenbach ist die Regionaltangente West ein verkehrsstrategisch bedeutendes Projekt. 69 Prozent der Beschäftigten in den IHK-Bezirken pendeln zu ihrem Arbeitsplatz; nur ein kleinerer Teil der Beschäftigten wohnt in der Stadt bzw. Gemeinde, in der sie arbeiten.

Der Verkehr in der Metropolregion nimmt stetig zu, doch die bestehenden Kapazitäten der Verkehrsträger sind so gut wie ausgereizt. Die RTW ist daher dringend erforderlich zur Sicherung der Mobilität der Metropolregion. Sie wird als neue Linie die anderen Verkehrsträger entlasten und hat das Potenzial, mehr Pendler als bisher zum Umstieg vom Auto auf die Schiene zu bewegen. Es werden neue ÖPNV-Verbindungen zwischen vielen Arbeitsstätten und Wohnorten geschaffen, die bislang nicht oder nur unzureichend erschlossen sind.

Den Planungen zufolge werden mit der Regionaltangente West nach Fertigstellung jeden Tag 46.000 Menschen fahren. Etwa 15.000 davon werden dafür sogar das Auto stehen lassen. Die RTW spart damit 300 Tankfüllungen pro Tag – das sind über 5,5 Millionen Liter Kraftstoff im Jahr und ca. 12.000 Tonnen Kohlendioxid.

 

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