Zukunftsmesse bringt 900 Geflüchtete mit Unternehmen in Kontakt

07.12.2016

 

Eine Zukunftsmesse für Geflüchtete brachte rund 900 Flüchtlinge mit mehr als 50 Unternehmen auf der Suche nach Arbeits- oder Nachwuchskräften in der IHK Frankfurt am Main zusammen, damit diese sich wechselseitig im persönlichen Gespräch kennenlernen konnten. Über 200 zum Teil ehrenamtliche Helfer waren hierbei im Einsatz. Die Messe richtete sich an Geflüchtete mit Wohnsitz in Frankfurt am Main.

 

Die überwiegende Anzahl der Flüchtlinge ist seit über einem Jahr in Deutschland, verfügt über Deutschkenntnisse und könnte zeitnah eine Arbeit aufnehmen. Das Vorhandensein von Sprachkenntnissen wurde auch über das Anmeldeverfahren sichergestellt, die Akkreditierung erfolgte über ein deutschsprachiges Online-Portal. Für fachspezifische Fragen stand zusätzlich ein Dolmetscherservice zur Verfügung.

 

Die Geflüchteten stammten zu rund 30 Prozent aus Afghanistan, zu etwa 20 Prozent aus Syrien, zu rund 15 Prozent aus Eritrea und jeweils zu rund 5 Prozent aus dem Iran und dem Irak. Der Rest verteilte sich auf viele andere Herkunftsländer. Zu etwa 85 Prozent handelte es sich bei den angemeldeten Geflüchteten um Männer, zu circa 15 Prozent um Frauen. Etwa 65 Prozent der Geflüchteten sind Asylbewerber – ihr Asylverfahren ist also noch nicht entschieden, sie können mit einer Arbeitserlaubnis arbeiten. Rund 25 Prozent haben eine Asylberechtigung – ihr Aufenthalt ist also mittelfristig geklärt, sie haben einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Die übrigen Anmelder haben eine sogenannte Duldung oder einen anderen aufenthaltsrechtlichen Status. Hier ist der Arbeitsmarktzugang im Einzelfall zu klären.

 

Auf der Messe vertreten waren unter anderem Unternehmen aus Gastronomie, Hotellerie, Handel und Personaldienstleister, dem Büro- und IT-Bereich, Logistik, Pflege, dem Elektro- und Kfz-Bereich, dem Metallverarbeitenden Gewerbe sowie der Sicherheitsbranche. An 60 Messeständen präsentieren mehr als 50 Unternehmen ihre insgesamt über 560 Angebote. Diese bestehen aus Praktika mit der Möglichkeit anschließender Beschäftigung, Einstiegsqualifizierung mit der Option anschließender Ausbildung oder Direkteinstellungen. Mit ausländer- und arbeitsrechtlichen Fragen mussten sich die Unternehmen nicht auseinandersetzen, sie erhielten direkt vor Ort Unterstützung.

 

Die Zukunftsmesse für Geflüchtete ist ein Projekt der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der FRAP-Agentur gGmbH, der Agentur für Arbeit Frankfurt, dem Jobcenter Frankfurt, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und der Accenture-Stiftung.

 

Ansprechpartner

Anne Stephanie Waldeck Unternehmenskommunikation stellvertretende Pressesprecherin
Telefon: 069 2197-1584 Fax: 069 2197-1488

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488