Ausweitung der Umweltzone in Frankfurt ohne Nutzen

17.01.2017

 

„Eine Vergrößerung der Umweltzone in Frankfurt brächte aus Sicht der Wirtschaft wahrscheinlich keinen zusätzlichen Nutzen, so dass die damit einhergehende Belastung der Unternehmen nicht gerechtfertigt wäre. Schon heute wird nur an sehr wenigen Tagen im Jahr der Feinstaub-Grenzwert an den Messstationen an der Friedberger Landstraße und in Frankfurt-Ost überschritten. Insbesondere Unternehmen, die bislang nicht innerhalb der Umweltzone angesiedelt sind, könnten durch die Einschränkung ihrer Erreichbarkeit Nachteile erleiden. Sollte aber die Umweltzone, wie von der Koalition von CDU, SPD und GRÜNEN im Frankfurter Römer gefordert, ausgeweitet werden, sollte es – wie schon bei der Einführung der Umweltzone – großzügige Ausnahmeregelungen für Zufahrten von Gewerbe- und Industriegebieten sowie für den Flughafen geben. Darüber hinaus würden auch Ausnahmegenehmigungen für kleine Unternehmen und Sonderfahrzeuge benötigt. Statt die Umweltzone auszuweiten, wäre es vernünftiger, daran zu arbeiten, den Verkehrsfluss zu verstetigen, zum Beispiel über Grüne Wellen. Brems- und Beschleunigungsmanöver erhöhen die Schadstoffemission. Eine niedrige Schadstoffbelastung der Anwohner und die gute Erreichbarkeit der Betriebe müssen ausgewogen nebeneinander bestehen", betont Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer Standortpolitik der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

 

Langfristig müssen daher die Weiterentwicklung alternativer Antriebe, eine angemessene Finanzierung und Ausbau des ÖPNV sowie der Schieneninfrastruktur vorangetrieben werden, um den Schadstoffausstoß im Verkehr insgesamt zu reduzieren. Dies trifft auch auf den Ausbau von Radwegenetzen zu. Im gewerblichen Verkehr können durch neue Konzepte auf der „letzten Meile“ Schadstoffemissionen eingespart werden. Die IHK Frankfurt fördert insbesondere das Betriebliche Mobilitätsmanagement (www.suedhessen-effizient-mobil.de), bei dem die Unternehmen auf freiwilliger Basis ihr Mobilitätsverhalten analysieren und effizienter und damit nachhaltiger gestalten.

 

Ansprechpartner

Anne Stephanie Waldeck Unternehmenskommunikation stellvertretende Pressesprecherin
Telefon: 069 2197-1584 Fax: 069 2197-1488

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488