Hessische Wirtschaft startet kraftvoll in das neue Jahr

30.01.2017

 

Das Jahr 2016 zeichnete sich in Hessen durch eine solide Wirtschaftslage sowie einen stabilen Arbeitsmarkt aus. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass sich diese Entwicklung auch im ersten Quartal des neuen Jahres fortsetzt. „42 Prozent der hessischen Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut, die Hälfte bezeichnet diese als befriedigend. Lediglich acht Prozent beurteilen die derzeitige Geschäftssituation als schlecht“, berichtet Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), im Zuge der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2017.

 

„Die Fragezeichen hinter dem Kurs von US-Präsident Trump und die politischen Unsicherheiten durch die Verhandlungen über den Brexit scheinen den Konjunkturmotor in Hessen nicht bremsen zu können“, fährt Müller fort. „Die hessischen Betriebe spüren weiterhin kräftigen Rückenwind durch die hohen privaten und staatlichen Konsumausgaben. Vor allem die Baubranche profitiert von dieser Entwicklung, denn die Nachfrage nach privatem Wohnraum ist ungebrochen hoch“, so Müller weiter. Auch beim Blick auf die kommenden Monate überwiegt der Optimismus: 22 Prozent der hessischen Betriebe erwarten noch bessere Geschäfte und 66 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus.

 

Parallel zur günstigen konjunkturellen Entwicklung weiten die Unternehmen sowohl ihre Beschäftigungs- als auch Investitionspläne aus. „Jeder fünfte Betrieb rechnet mit einer Ausweitung des Personalbestands und weitere 66 Prozent halten an den aktuellen Beschäftigungsplänen fest. Höhere Investitionen planen 27 Prozent der Unternehmen, während über die Hälfte von konstanten Investitionsplänen ausgeht“, so der ARGE-Vorsitzende.

 

Entgegen aller Erwartungen schlagen sich auch die Exporteure in einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld wacker. 27 Prozent erwarten steigende und weitere 59 Prozent konstante Exportvolumina. Nur noch 14 Prozent rechnen mit rückläufigen Exporten. „Abzuwarten bleibt jedoch, inwieweit mögliche protektionistische Maßnahmen in den USA und anderen Ländern die Exporttätigkeit der Unternehmen behindern könnten. Hemmnisse im internationalen Warenaustausch wären in jedem Fall Gift für die hessische Wirtschaft. Gebot der Stunde muss deshalb sein, sich klar gegen eine mögliche Abschottungspolitik auszusprechen“, fordert Müller.  

 

Zum Hintergrund: Für die Konjunkturumfrage werden dreimal im Jahr 9.000 hessische IHK-Mitgliedsunternehmen befragt. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht der Arbeitsgemeinschaft Hessen erläutert. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.ihk-hessen.de/konjunkturbericht

 

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