Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zum Jahresbeginn 2017: Robuste Konjunktur zum Jahresbeginn

06.02.2017

 

Die Wirtschaft im IHK-Bezirk Frankfurt am Main kann einen positiven Jahresauftakt verbuchen. „Trotz der Verunsicherungen der Unternehmen hinsichtlich des geplanten EU-Austritts von Großbritannien und der Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Trump fällt die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage positiv aus“, äußert sich Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zu den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2017. „43 Prozent der Betriebe im IHK-Bezirk bezeichnen ihre derzeitige Geschäftssituation als gut und weitere 50 Prozent als befriedigend. Lediglich sieben Prozent sind mit der gegenwärtigen Lage unzufrieden“, berichtet Prof. Dr. Müller.

 

Rückenwind erhält die Konjunktur vor allem durch die günstige Arbeitsmarktlage und die ungebrochene Konsumlaune. „Getragen von der guten Binnenwirtschaft blicken die Unternehmen optimistisch auf die kommenden Monate. 89 Prozent der Unternehmen erwarten bessere oder zumindest gleichbleibende Geschäfte. Lediglich elf Prozent blicken pessimistisch in die Zukunft“, sagt der IHK-Präsident. Allerdings ist auch die gute Binnenwirtschaft kein Selbstläufer: 42 Prozent der Unternehmen sehen in einer nachlassenden Inlandsnachfrage ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere bereitet den Unternehmen zunehmend Sorge, dass die Inflation und die Energiepreise wie zuletzt weiter steigen könnten.

 

Weitere 41 Prozent der Betriebe befürchten, dass als Folge des zunehmenden Fachkräfteengpasses Beschäftigungspläne in Zukunft nicht realisiert werden und sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken könnte. Die derzeitigen Beschäftigungsabsichten der Unternehmen im IHK-Bezirk bleiben vorerst jedoch weiter aufwärts gerichtet: 64 Prozent der Betriebe halten an der aktuellen Belegschaft fest und 24 Prozent möchten ihren Personalbestand sogar weiter ausbauen. Vor allem von den unternehmens- und personenbezogenen Dienstleistern und der Verkehrsbranche dürften in den nächsten Monaten positive Beschäftigungsimpulse ausgehen. Die Investitionspläne der Unternehmen im IHK-Bezirk sind ebenfalls expansiv - nicht zuletzt aufgrund des günstigen Finanzierungsumfeldes. 29 Prozent möchten ihre Investitionsbudgets erhöhen und 54 Prozent gehen von konstanten Investitionsvolumen aus. Auch hier zeigen sich vor allem die unternehmens- und personenbezogenen Dienstleister und die Verkehrsbetriebe besonders investitionsfreudig.

 

Waren die Geschäftserwartungen der Exporteure im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zuletzt noch zurückhaltend, sind sie aktuell wieder positiver: 22 Prozent der Exporteure rechnen mit einem Anstieg der Auslandsnachfrage und 68 Prozent gehen von gleichbleibenden Ausfuhren aus. Lediglich jeder Zehnte vermutet, dass sich das Exportvolumen in den nächsten Monaten verringern könnte. „Die Exportstärke der regionalen Wirtschaft hängt maßgeblich von dem Erhalt des internationalen Freihandels ab. Vor allem der Kurs des neuen US-Präsidenten Trump deutet jedoch auf stärkeren Gegenwind hin. Vor dem Hintergrund, dass die USA der wichtigste Handelspartner für die hiesige Wirtschaft ist, bleibt die Wahrung der transatlantischen Handelsbeziehungen überaus wichtig“, betont Prof. Dr. Müller.

 

Zum Hintergrund: Die IHK Frankfurt am Main befragt dreimal jährlich rund 3.000 Mitgliedsunternehmen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie in der Stadt Frankfurt am Main zur aktuellen Lage und ihren Erwartungen. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht der IHK Frankfurt am Main erläutert. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.frankfurt-main.ihk.de/konjunkturbericht 

 

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