Hessen ist starker Kreativstandort

16.02.2017

 

Der große Andrang zum 1. Hessischen Kreativitätswirtschaftstag spricht deutlich für die Bedeutung dieser Branche für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Mehr als 600 Mitglieder der Kreativwirtschaft kamen am Donnerstag in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main zu Workshops und Vorträgen zusammen. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir kündigte an, das Land werde in diesem Jahr seine Fördermittel für die Kreativwirtschaft auf 400.000 Euro verdoppeln.

 

Hessen hat eine starke Kreativwirtschaft, die etwa in den Bereichen Werbung, Design, Architektur, Buch und Film mehr als 70.000 Menschen beschäftigt und jährlich rund 11,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit dieser Veranstaltung wollen die Veranstalter, das Hessische Wirtschaftsministerium, die Geschäftsstelle Kreativwirtschaft bei der Hessen Agentur und die IHK Frankfurt, die Branche weiter stärken. „Unser Ziel ist es auch, dass Hessen noch mehr als Kreativstandort wahrgenommen wird.“

 

Hessen ist ein gut funktionierender Kreativstandort, besonders im Rhein-Main-Gebiet, aber auch in und um Kassel und in Mittelhessen. „Dass das nicht allen in Deutschland und leider auch wenigen Briten bewusst ist, könnte man Imageproblem nennen. Wahr ist aber eben auch, dass Hessen sich erst selbst als Kreativstandort begreifen muss, um auch von anderen als Kreativstandort anerkannt zu werden. Dieser Kreativwirtschaftstag soll dazu beitragen“, sagte Al-Wazir. Das Land wolle den umsatz- und wachstumsstärksten Teilmarkt, die Software- und Games-Industrie, weiter stärken. Insbesondere prüfe das Land, wie die Entwicklung von serious games, also Spielen die etwa zum Lernen eingesetzt werden, und von Computerspiel-Software, die auch in anderen Wirtschaftsbereichen wie der Gesundheits- oder Automobilbranche zum Einsatz kommt, weiter unterstützt werden kann.

 

Al-Wazir rief die Kreativen außerdem dazu auf, in einer Welt, die zunehmend in Unruhe gerät, Verantwortung zu zeigen. „An unser Handeln müssen wir ethische Maßstäbe anlegen und über die Auswirkungen nachdenken –  ich als Politiker, aber auch Sie als Verleger, Designerin, Architekt, Filmschaffende oder Games-Entwickler. Der Austausch mit Kollegen - wie hier beim Kreativwirtschaftstag - hilft dabei.“

 

Das Programm des 1. Kreativwirtschaftstages wurde im Wesentlichen von den hessischen Festivals see-Conference, NODE Forum for Digital Arts, die FRAVR Conference aufgestellt. Prominente Sprecher wie der Ästhetik-Professor Bazon Brock, die Gründerin des DesignFestivals „Salone Satellite“ in Mailand, Marva Griffin Wilshire, der Designer Van Bo Le-Mentzel und der New- Media-Künstler Jeremy Bailey referierten zu aktuellen Fragen der Branche. Schwerpunkte waren neue Trends in den Bereichen Virtual Reality und Design sowie Informationen zum Urheberrecht.

 

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