Scheitern der Börsenfusion: Jetzt den Blick nach vorne richten

29.03.2017

 

Nach dem Scheitern des Fusionsvorhabens der Deutsche Börse AG mit der London Stock Exchange Group plc muss der Finanzplatz Frankfurt nach Auffassung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main nun den Blick nach vorne richten. "Für die Deutsche Börse AG wird es darauf ankommen, aus eigener Kraft ihre internationale Wettbewerbsposition zu stärken. Mit den zuletzt präsentierten Optimierungsprogrammen und Zukunftsprojekten hat man im Unternehmen offenbar bereits Weichen gestellt. Insofern besteht Anlass zur Zuversicht, dass die Deutsche Börse von einem starken europäischen Finanzplatz Frankfurt aus weiter erfolgreich agieren kann und - wie bisher - in vielen Bereichen Trendsetter und Impulsgeber für das internationale Geschäft der Marktinfrastrukturbetreiber bleiben wird", sagte IHK-Präsident Prof. Dr. Mathias Müller.

 

Die EU-Kommission hat das Fusionsvorhaben aus wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt. "Spätestens mit dem Ergebnis des Brexit-Referendums im Juni 2016 musste allen Beteiligten klar sein, dass insbesondere die vorher getroffenen Vereinbarungen zu einem Holdingstandort London das Projekt massiv gefährden", ergänzte Prof. Müller. Die IHK Frankfurt hatte in Stellungnahmen auf die Möglichkeit hingewiesen, dass nach dem Brexit die außerhalb des Einflussbereiches der deutschen Börsenaufsicht agierende Holdingleitung in England Entscheidungen treffen könnte, die die im Allgemeininteresse wahrzunehmende Funktion der Börse in Frankfurt nicht ausreichend berücksichtigen oder ihr gar zuwiderlaufen. "Dies hätte nicht nur zur Schwächung des größten inländischen Finanzplatzes in der Mainmetropole, sondern zum Nachteil der gesamten deutschen Wirtschaft führen können", sagte Prof. Müller.

 

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