Einwohner und Unternehmen aus aller Welt:
Der IHK-Bezirk Frankfurt am Main ist international

10.04.2017

 

„Im IHK-Bezirk Frankfurt am Main haben mehr als eine Viertelmillion Einwohner und fast 135.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einen ausländischen Pass. Auch rund 21.500 ausländische Unternehmen aus knapp 140 Ländern sind im Kammerbezirk aktiv: Das ist jedes fünfte der insgesamt mehr als 111.000 Mitgliedsunternehmen“, fasst Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die Ergebnisse der Publikation „Wirtschaft International 2017“ zusammen.

 

„Die internationalen Mitgliedsunternehmen bereichern die Wirtschaftsstruktur im IHK-Bezirk. Fast 80 Prozent der ausländischen Unternehmen sind im Dienstleistungssektor tätig“, so Prof. Dr. Müller zu den Zahlen. „Darunter fast 6.000 in unternehmensnahen Dienstleistungen und jeweils rund 2.000 im Einzelhandel und im Gastgewerbe. Etwa 4.400 ausländische Unternehmen sind im Produzierenden Gewerbe aktiv, der Großteil davon im Baugewerbe.“

 

Bei näherer Betrachtung der Rechtsform unterscheiden sich die Top-5-Herkunftsländer erheblich: „Bei den Kleingewerbetreibenden hat Polen die Nase vorn: Insgesamt 3.739 Unternehmen polnischer Herkunft sind im IHK-Bezirk vertreten. Danach folgen die Türkei (1.757), Rumänien (1.185), Italien (1.147) und Kroatien (1.023). Betrachtet man die im Handelsregister eingetragenen Unternehmen, ergibt sich ein anderes Bild: Hier liegt Großbritannien mit 405 Unternehmen auf Platz eins, die Türkei auf Rang zwei (400), gefolgt von den USA (366), Luxemburg (354) und Italien (284)“, so der IHK-Präsident weiter.

 

Die Internationalität des IHK-Bezirks Frankfurt am Main stellt auch die Zahl der Einwohner mit ausländischem Pass eindrucksvoll unter Beweis: „Von den fast 1,2 Millionen Einwohnern sind 284.000 Ausländer. Mit knapp 35.000 Einwohnern stammt die größte Gruppe aus der Türkei, gefolgt von 21.000 Italienern und etwa 20.000 Polen. Von 2011 bis Ende 2015 hat sich die Zahl der ausländischen Bevölkerung um 20 Prozent erhöht“, stellt Prof. Dr. Müller fest. Beeindruckend ist auch der Anstieg der asiatisch stämmigen Bevölkerung im IHK-Bezirk. Seit 2011 hat sich zum Beispiel die Zahl der hier lebenden Chinesen um etwa 42 Prozent erhöht. „Die ausländische Bevölkerung ist in der Region sehr gut vernetzt, sie leben und arbeiten hier. Die internationalen Business Communities, Sportclubs, Schulen und Kindergärten erleichtern das Ankommen in der Region. Darüber hinaus bietet auch der Flughafen Frankfurt am Main einen echten Standortvorteil: Er verbindet mit nahezu jedem Ziel der Welt und das oft mehrmals in der Woche“, sagt Prof. Dr. Müller.  

 

Alle zwei Jahre untersucht die IHK Frankfurt am Main gemeinsam mit der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, der Stadt Frankfurt und der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH die Herkunftsländer der Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main. Nach Definition im Sinne der Studie ist ein Unternehmen ein internationales, wenn eine Mehrheit der verantwortlichen Entscheidungsträger der untersuchten Unternehmen (Geschäftsführer, Inhaber, alleinvertretende Gesellschafter, Vorstände, u. ä.) eine ausländische Staatsbürgerschaft hat oder sich ein Unternehmen mehrheitlich im ausländischen Besitz befindet.

 

Die Studie enthält darüber hinaus detaillierte Informationen zu ausgewählten Business Communities in der Region und fasst eindrucksvoll die Internationalität des Kammerbezirks zusammen. Sie steht unter
www.frankfurt-main.ihk.de/wirtschaftinternational zum Download bereit. Printexemplare können dort ebenfalls kostenfrei bestellt werden.

 

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