Gewerbegebiete in der Region besser anbinden

12.05.2017

 

Neue Gewerbegebiete müssen nicht nur an die Straße, sondern auch an die Schiene, das Öffentliche Nahverkehrsnetz und Radwege angeschlossen sein. „Früher begnügte man sich damit, dass Mitarbeiter mit dem Auto zum Arbeitsplatz kommen. Heute müssen wir den ‚ökologischen Fußabdruck‘ verbessern und deshalb auch die weniger umweltbelastenden Verkehrsmittel für die Beschäftigten einplanen“, sagte Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main und Leiter der PERFORM-Arbeitsgruppe Mobilität.

 

„Der Materialfluss ist in Betrieben nur ein Produktionsfaktor. Die Erreichbarkeit der Betriebe für die Mitarbeiter wird inzwischen immer wichtiger. Darauf müssen die Stadt- und Verkehrsplaner mehr eingehen“, sagte Dr. Theiss anlässlich der Vorstellung der Verkehrspolitischen Positionen der Wirtschaftskammern in der Metropolregion FrankfurtRheinMain.

Zugleich müssten die regionalen Planer einen Blick entwickeln für die Vielzahl der Mobilitätsschnittstellen, die zwischen den vier beteiligten Bundesländern Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bestehen bzw. gestaltet werden müssen. „Gerade beim Weg über vier Ländergrenzen sind viele Schnittstellen unbefriedigend geregelt.“ Dies betreffe nicht nur die Verkehrsverbünde, sondern auch die anderen Verkehrsmittel. Gefordert sei daher ein Masterplan Mobilität für die Metropolregion. In einem ersten Schritt könnten bestehende Verkehrsentwicklungspläne auf räumlicher Ebene der Metropolregion zusammengeführt, mit dem Bundesverkehrswegeplan abgeglichen und stufenweise zu einem „Plan für nachhaltige urbane Mobilität“ („Sustainable Urban Mobility Plan“) entwickelt werden.

 

Aus Sicht der Wirtschaftskammern müssen vor allem auch die Planungskapazitäten für die Verkehrsprojekte aufgestockt werden. „Viele sinnvolle Vorhaben liegen in der Schublade, aber die Planungskapazitäten fehlen oft.“ Die Politik sollte für eine beschleunigte Entscheidung von Verfahren sorgen, um den Anforderungen an moderne Infrastruktur gerecht werden zu können. „Um schnelle und rechtssichere Genehmigungsverfahren sicherzustellen, ist ein Beschleunigungsgesetz zum Infrastrukturausbau der Metropolregion notwendig, das nur eine gerichtliche Instanz bei Klagen gegen ein Projekt vorsieht.“ Ein effizienteres Verfahren bedeute nicht die Kürzung der Fristen für Stellungnahmen oder eine Minderung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Bei dieser seien aber auch Industrie und Gewerbe stärker einzubinden.

 

www.perform-frankfurtrheinmain.de/mobilitaet

 

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