Neustart des Stadtmarketings in Frankfurt – Citymanagement angekündigt

31.05.2017

 

Im Herbst 2016 hat Oberbürgermeister Peter Feldmann das „Amt für Kommunikation und Stadtmarketing“ geschaffen. Dies haben die IHK Frankfurt am Main, der Handelsverband Hessen-Süd sowie DEHOGA Hessen-Kreisverband Frankfurt am Main zum Anlass genommen, das Thema am 30. Mai 2017 in der IHK zu diskutieren.

 

Im Vorfeld der Veranstaltung äußerte Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Mit der Gründung des neuen Amtes für Kommunikation und Stadtmarketing verfolgen wir primär zwei Ziele: erstens eine starke, inhaltlich ausgerichtete Bürgerkommunikation mit Schwerpunkt auf den Stadtteilen. Zweitens soll das Image der fünftgrößten deutschen Stadt verbessert werden. Frankfurt ist eine soziale, internationale und innovative Metropole mit hoher Lebensqualität und soll auch als solche wahrgenommen werden. Ein modernes Amt, das die Kommunikation und das Stadtmarketing unter einem Dach vereint, ist eine Voraussetzung dafür. Eine andere ist die enge Zusammenarbeit der externen und internen Stadtmarketing-Akteure, wie der IHK, dem internationalen Standortmarketing FRM, der Messe, der Tourismus- und Kongressgesellschaft TCF und der Wirtschaftsförderung.“

Der neue Amtsleiter Tarkan Akman stellte in seinem Vortrag die Perspektiven eines Frankfurter Stadtmarketings aus Sicht der Stadt Frankfurt dar: „Frankfurt ist schon jetzt eine starke Marke und erfreut sich weltweiter Bekanntheit. Aber das Produkt ist deutlich besser als sein Image, deshalb müssen wir hier ansetzen und korrigieren. Wir wollen die Attraktivität Frankfurts als Wirtschaftsstandort, als Einkaufsort und touristisches Ziel steigern. Für die Koordination brauchen wir ein Citymanagement in unserem Stadtmarketing. Die Erfahrung anderer Städte zeigt, dass die Einrichtung eines modernen Citymanagements ein wirksames Stadtmarketing-Instrument geworden ist.“

 

„Die IHK Frankfurt begrüßt die Initiative von Herrn Oberbürgermeister Feldmann ausdrücklich, das Thema Stadtmarketing neu aufzugreifen und zur Chefsache zu machen. Insbesondere die Ankündigung der Stadt, ein Citymanagement einzuführen, ist ein großer Schritt nach vorne. Denn durch ein gezieltes Citymanagement kann Frankfurt weiter vorangebracht werden und im Wettbewerb der Städte deutlich gestärkt agieren“, erläuterte Thomas Reichert, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main, in seiner Begrüßungsrede. „Das neue Amt für Kommunikation und Stadtmarketing bietet die Chance, die Klammer über die schon heute existierenden erfolgreichen Stadtmarketingaktivitäten, bspw. der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und der Tourismus + Congress GmbH, zu bilden, eine übergreifende Strategie zu entwickeln und ein Citymanagement dabei zu integrieren“, so Reichert weiter.

 

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion führt Dr. Joachim Stoll, Vorsitzender des Einzelhandelsausschusses der IHK Frankfurt und Vizepräsident des Handelsverbands Hessen-Süd, seine Zielvorstellungen aus: „Ein Citymanagement sollte als ‚Kümmerer‘ mit Schnittstellenfunktion zwischen Stadtverwaltung, Politik und Unternehmen in den Einkaufsbereichen der Stadt die Interessen der Akteure hin zu gemeinsamen Ideen koordinieren. Dadurch lässt sich unter anderem die Aufenthaltsqualität in den Einkaufsstraßen weiter verbessern. Um ein ‚Wir-Gefühl‘ zwischen allen Akteuren zu entwickeln, ist ein Citymanagement das geeignete Mittel.“

Einen anderen Aspekt brachte Marcus Schwartz, Centermanager des Shopping-Centers „MyZeil“ ein: „Ich wünsche mir mehr Kooperationen und Zusammenarbeit in Frankfurt. Wir können die Anziehungskraft Frankfurts immens steigern, indem wir bestehende und neue Marketingaktionen und Events durch ein gemeinsames Citymanagement koordinieren und dann auch gemeinsam bewerben. Ich spreche hier beispielsweise von einer Eisbahn in der Vorweihnachtszeit oder eines imagefördernden einheitlichen Claims wie ‚#welovefrankfurt‘, der auch als Selfie-Point umgesetzt werden könnte, oder aber auch in der stärkeren Unterstützung von bestehenden Events und Messen in der Stadt (Marathon, Buchmesse, etc.). Doch hierfür fehlt bislang der City-Manager als Motor und Kümmerer.“

 

Zur touristischen Perspektive führt Eduard Singer, Vorsitzender DEHOGA Frankfurt, in Bezug auf das Thema Stadtmarketing aus: „Touristen spielen für das Ansehen Frankfurts, aber auch für die Hotellerie, die Gastronomie, die Kultur, die Unterhaltungsbranche und den Einzelhandel eine immer größere Rolle. Mit einem ganzheitlichen Stadtmarketing, in dem das Destinationsmarketing eine ganz wesentliche Rolle spielt, in Verbindung mit einem Citymanagement, können wir die Aufmerksamkeit für Frankfurt und die Attraktivität gerade auch der Bereiche, in denen sich unsere Gäste aufhalten, dramatisch steigern. Insbesondere beim Freizeittourismus hat Frankfurt noch Potentiale, die es zu nutzen gilt.“

 

Über 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien nahmen an der Veranstaltung teil und dokumentierten die große Bedeutung dieses Themas für die künftige Aufstellung Frankfurts.

 

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