U2-Lückenschluss in Bad Homburg ein wichtiger Baustein

01.09.2017

 

Der geplante Lückenschluss der U-Bahn-Verbindung zwischen Bad Homburg-Gonzenheim und dem Bahnhof Bad Homburg ist nach den Worten von Alexander Hetjes, Oberbürgermeister von Bad Homburg, „ein wichtiger Baustein für die Region“. In einer Sitzung des Verkehrsausschusses der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main in Bad Homburg sagte Hetjes, mit Ausnahme der noch offenen Finanzierungsfrage seien alle übrigen Aspekte wie Bau der Bahn und Aufteilung der laufenden Betriebskosten inzwischen einvernehmlich geklärt. Wenn demnächst die neue Baukostenschätzung vorliege, werde er eine abschließende Klärung der Finanzierungsanteile herbeiführen und mit einer öffentlichen Beteiligung auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit auf den Weg nehmen. Der Lückenschluss diene auch dem Umland und den Kommunen jenseits der Saalburg.

 

Hetjes betonte, nach Jahrzehnten vergeblichen Bemühens sei man nun dem Ziel bis auf wenige Schritte nahe gekommen. Der Lückenschluss werde im Zusammenhang mit weiteren Verkehrsvorhaben wie der Regionaltangente West und der Elektrifizierung der S-Bahn-Linie S5 nach Grävenwiesbach positiv bewertet. Die Stadt Bad Homburg nehme damit ihre Verantwortung wahr, müsse allerdings sicherstellen, dass ihr Beitrag gedeckelt wird, um der Kommune die erforderliche Planungssicherheit zu geben. Hetjes berichtete von Gesprächen mit dem Hessischen Wirtschaftsminister, demzufolge das Land bzw. je nach Förderprogramm auch der Bund rund 80 Prozent der Baukosten tragen werden.

 

Für Ende September erwarte die Stadt das Ergebnis einer aktualisierten Kostenschätzung durch ein Planungsbüro. Auf dieser Basis würden dann die anteiligen Finanzierungen von allen Beteiligten ermittelt. Hetjes verwies darauf, dass für das Projekt auch Beiträge von RMV, Stadt Frankfurt und Metropolregion erforderlich seien. Eine anschließende Umsetzung solle durch eine noch zu strukturierende Projektgesellschaft erfolgen. Die entsprechenden Kapazitäten sind bei der Stadt alleine nicht vorhanden.

 

Der Bahnhof Bad Homburg wird von Regionalzügen und der S-Bahnlinie S5, nicht jedoch vom U-Bahn-Verkehr angefahren. Die U 2 endet 1,7 Kilometer entfernt im Bad Homburger Stadtteil Gonzenheim. Das Planfeststellungsverfahren für den U2-Lückenschluß ist seit mehr als einem Jahr abgeschlossen und die Baugenehmigung liegt vor.

 

Die IHK-Ausschuss-Vorsitzende und IHK-Vizepräsidentin Susanne Freifrau von Verschuer betonte, der Bad Homburger Bahnhof sei eine wichtige Drehscheibe für zahlreiche Pendler und Beschäftigte von Bad Homburger Unternehmen. Die Ausbaumaßnahmen des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) dienten nicht nur der Stauvermeidung, sondern auch dem Klimaschutz und der Luftreinhaltung. Die Entwicklung des Bad Homburger Bahnhofs als Umsteige-Zentrum sehen die IHK und die Unternehmen in Bad Homburg als eine wichtige Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Bad Homburg. Mit der Verlängerung der U 2 werden die Erreichbarkeit sowie die Verknüpfung des Streckennetzes außerdem positiven Einfluss auf Anschluss und Auslastung der geplanten Regionaltangente West haben. „Die positiven Effekte für das Gewerbe in den Gemeinden jenseits des Taunus-Kamms sind ebenfalls beachtlich“, sagte von Verschuer. „Die Stadt Bad Homburg wird mit dem Bau der U2-Strecke auch ihrer regionalpolitischen Verantwortung gerecht.“

 

Viele der 25.000 Beschäftigte, die täglich zu ihrem Arbeitsplatz nach Bad Homburg einpendeln, nutzen bereits die Bahn. Mit dem Lückenschluss der U2 könnten es deutlich mehr sein, die sich für diese klimafreundliche Alternative entscheiden.

Vertreter von Firmen aus Bad Homburg machten deutlich, dass auch ihre Beschäftigten ein hohes Interesse an der Realisierung des U2-Lückenschluses haben. Die Erreichbarkeit eines Betriebs zählt inzwischen zu den harten Kriterien für die Arbeitsplatzwahl.

 

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