Mehr Elektromobilität in der Metropolregion

12.09.2017

 

 „Elektromobilität gehört in die Metropolregion FrankfurtRheinMain.“ Eine Vielzahl von Unternehmen mit Produkten für Elektroautos und Elektrobusse haben ihren Sitz in Hessen und tragen damit zur beschleunigten Verkehrswende bei, stellte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zum Auftakt der Automobilmesse IAA in Frankfurt fest. Batterien aus Darmstadt versorgen Elektrobusse in Berlin und Köln, Auflade-Technik für batteriebetriebene Busse kommt aus der Wetterau, in Frankfurt-Rödelheim werden Rad- und Bremskonzepte für Elektrofahrzeuge entwickelt, in Rüsselsheim wird an einer umfassenden Strategie für den Bau von Elektro-Pkw gearbeitet. „Diese Beispiele zeigen, dass viele Unternehmen in der Metropolregion den Ball rechtzeitig aufgenommen und marktfähige Produkte bereits am Markt bzw. in der Planung haben.“ Hersteller und Dienstleister aus der Metropolregion FrankfurtRheinMain stellen auf der IAA ihre Neuheiten vor, einige auch mit Angeboten zur Elektromobilität.

 

Neben der Anbieterseite für Elektromobilität ist es aus Sicht der IHK Frankfurt auch ratsam, auf der Anwenderseite bald einen Schritt nach vorne zu machen. IHK-Präsident Prof. Dr. Müller appellierte an die Städte in der Metropolregion FrankfurtRheinMain, perspektivisch eine gemeinsame Vorgehensweise zu verabreden. „Elektromobilität war lange Jahre ein Thema für experimentelle Pilotprojekte. Jetzt ist die Zeit gekommen, Erkenntnisse im praktischen Einsatz zu sammeln. Zudem brauchen wir ein wachsendes Angebot, um den Wettbewerb anzustoßen und damit die Kosten zu senken.“ Momentan sind Elektrobusse noch deutlich teurer als herkömmliche Busse. Daher sollten die von den Städten beauftragten Verkehrsunternehmen in der Metropolregion perspektivisch zusammenarbeiten, möglicherweise durch gemeinsamen Einkauf Kosten zu senken und die Merkmale von E-Bussen und Wartungsinfrastrukturen kompatibel gestalten.

 

Die Bedeutung der Elektromobilität wird nach Einschätzung der IHK Frankfurt in nächster Zeit wegen der Stickoxid- und CO2-Belastung zunehmen, wird aber keine schnelle Abhilfe darstellen. In einigen Kommunen drohen gerichtliche Fahrverbote. „Fahrverbote greifen zu kurz und sind nicht nachhaltig, um die Luft in FrankfurtRheinMain generell sauberer werden zu lassen. Vielmehr sind Maßnahmen erforderlich, die das Verkehrssystem als Ganzes betrachten.“ Das Stickoxid-, Feinstaub- und CO2-Problem lasse sich in den Städten vor allem durch die Optimierung des Waren- und Lieferverkehrs und die Verlagerung der Personenmobilität auf umweltfreundliche Verkehrsträger wie ÖPNV oder Fahrrad lösen. Ansatzpunkte dafür sind Betriebliches Mobilitätsmanagement, Jobtickets, Mikrodepots, Lastenfahrräder und die Förderung von Carsharing.

 

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