RMV-Preissenkung positives Signal für Schadstoff-Bilanz, Einzelhandel und Tagestourismus

14.09.2017

 

Die Entscheidung des Aufsichtsrats des RMV, die Preise für Einzelfahrtickets von 2,90 Euro auf 2,75 Euro und Tageskarten von 7,20 Euro auf 5,35 Euro zu senken, begrüßt die IHK Frankfurt am Main als positives Signal für die Schadstoff-Bilanz, Einzelhandel und den Tagestourismus. „Während wir über Diesel-Fahrverbote und Blaue Plaketten diskutieren, setzt diese deutliche Preissenkung ein Signal, wie man durch positive Anreize die Schadstoffemissionen in der Innenstadt reduzieren kann. Dieser Preis macht es wieder attraktiver, samstags nicht mit dem Auto, sondern mit Bus und Bahn zum Einkaufen nach Frankfurt zu kommen“, erläutert Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main. Auch für Tagestouristen habe sich damit das Angebot deutlich verbessert.
Als Schritt in die richtige Richtung bewertet die IHK auch die Entscheidung, die Tarifanpassung für die kommenden drei Jahre zu deckeln, so dass sich der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPVN) gegenüber dem Individualverkehr nicht weiter verteuert. „Die Leute rechnen durch, ob es mit der Familie günstiger ist, die S-Bahn zu nehmen, oder ob das Parkhaus insgesamt billiger ist.“ Wichtig sei daher die Vergleichsrechnung der Kosten von ÖPNV-Nutzung und eigener Autofahrt. 
Einen Schritt weiter ist auch das Pilotprojekt RMVsmart. „Die Halbierung der Einzelfahrpreise durch einen monatlichen Grundpreis und eine generelle Absenkung des Grundpreises sowie der Kilometerpreise mit Mitnahmefunktion bewerten wir als eine kluge Weiterentwicklung des Modells“, sagt Dr. Theiss. Benachbarte Verbünde haben sich das Rhein-Main-Modell bereits abgeschaut und ebenfalls eigene Smart-Tarife entwickelt. „Wir wünschen uns nach wie vor, dass der RMV sich endlich von der für die Fahrgäste intransparenten Wabenlogik mit ihren unfairen Preissprüngen und unterschiedlichen Preisen für gleiche Strecken verabschiedet“, so Dr. Theiss weiter. 
Die IHK Frankfurt unterstützt seit Jahren eine Modernisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs, wozu auch die Tarifstruktur zählt. Wichtige Kriterien sind dabei, die Pendlerströme mittels ÖPNV von der Straße auf die Schiene zu bekommen und die Nutzung des ÖPNV-Angebots insgesamt zu steigern. Auch der Wirtschaftsverkehr, der nicht im großen Stil von der Straße auf die Schiene verlagert werden kann, kann dann mit weniger Stau und am Ende auch weniger Schadstoffemissionen ans Ziel kommen.

 

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