Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zum Herbst 2017: Weiterhin Stimmungshoch, aber Unternehmen fürchten Fachkräftemangel

20.10.2017

 

Die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main (Stadt Frankfurt, Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis) berichten weiterhin von überwiegend guten Geschäften – das zeigen die neuesten IHK-Umfrageergebnisse zur Konjunktureinschätzung im Herbst 2017. „92 Prozent der Betriebe im IHK-Bezirk Frankfurt am Main bewerten die derzeitige Geschäftssituation zumindest als zufriedenstellend. Während 62 Prozent davon ausgehen, dass sich die gute konjunkturelle Lage weiter fortsetzt, erwarten 28 Prozent in den nächsten Monaten sogar noch besser laufende Geschäfte. Die guten Aussichten am Arbeitsmarkt, eine anziehende Auslandsnachfrage und das vergleichsweise hohe Investitionsniveau stellen eine solide Basis für den Aufschwung dar“, berichtet Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

 

Die positiven Zukunftserwartungen machen sich insbesondere auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: „Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main ist so hoch wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. 29 Prozent der Betriebe wollen zusätzliches Personal einstellen – dies sind nochmals zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorumfrage. Mit deutlichen Beschäftigungszuwächsen ist vor allem in der Industrie- und der Verkehrsbranche sowie bei den unternehmensbezogenen Dienstleistern zu rechnen“, so Prof. Dr. Müller weiter.

 

Zunehmend schwierig gestaltet sich allerdings die Suche nach passenden Arbeitskräften. Mittlerweile fürchten 49 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk die negativen Folgen des Fachkräftemangels – so viele wie noch nie zuvor. In der Verkehrs- sowie Baubranche beläuft sich der Anteil sogar auf 63 bzw. 70 Prozent. Darüber hinaus können 45 Prozent der Betriebe offene Stellen längerfristig nicht mit passenden Arbeitskräften besetzen –  neun Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Mit Blick auf die in Berlin anstehenden Koalitionsverhandlungen fordert der IHK-Präsident deshalb, den Investitionen in die klugen Köpfe von morgen Vorrang einzuräumen. „Dafür sind auf Seiten des Staates Voraussetzungen zu schaffen, wie höhere Investitionen in den Bildungsbereich, Ausbau der Betreuungsinfrastruktur sowie ein Anspruch auf Ganztagsbetreuung. Damit die Kommunen in
FrankfurtRheinMain ihre Ziele erreichen können, benötigen sie mehr Unterstützung von Bund und Ländern“, so Prof. Dr. Müller.

Aber nicht nur mit Blick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels ist die neue Bundesregierung gefordert, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. „Auf der Prioritätenliste ganz oben stehen auch der Abbau von Bürokratie sowie die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Breitbandausbau. Die aktuelle konjunkturelle Lage mit Rekordbeschäftigung und sprudelnden Steuereinnahmen liefert der zukünftigen Bundesregierung ideale Startvoraussetzungen, um hier zu deutlichen Fortschritten zu kommen“, so Prof. Dr. Müller.

 

Zum Hintergrund: Die IHK Frankfurt am Main befragt dreimal jährlich rund 3.000 Mitgliedsunternehmen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie in der Stadt Frankfurt am Main zur aktuellen Lage und ihren Erwartungen. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht der IHK Frankfurt am Main erläutert. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.frankfurt-main.ihk.de/konjunkturbericht

 

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