16. Mittelstandstag: Appell für Bürokratieabbau

7.11.2017

 

Zur Eröffnung des 16. Mittelstandstages FrankfurtRheinMain forderte Karen Hoyndorf, stellvertretende Präsidentin der IHK Frankfurt am Main, weniger Bürokratie für kleine und mittlere Unternehmen. „Nach der Bundestagswahl erwarten wir mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer nun eine kluge und vorausschauende Wirtschaftspolitik“, sagte Hoyndorf. 

 

Als eine der größten Baustellen der künftigen Bundesregierung nannte Hoyndorf die hohe Regelungs- und Kontrolldichte. „Wer Formulare ausfüllen muss, verkauft während dieser Zeit keine Produkte“, so die stellvertretende IHK-Präsidentin. Das Bürokratieentlastungsgesetz von 2015 zeige angesichts vieler Ausnahmen im Unternehmensalltag noch keinen spürbaren Effekt. Dabei lägen viele praxisnahe und wirksame Vorschläge längst in der Schublade: So könnten bereits kürzere Aufbewahrungsfristen für Steuerunterlagen, eine dauerhaft wieder eingeführte degressive Abschreibung und digitale Verwaltungsleistungen kurzfristig einen wesentlichen Beitrag zum Abbau bürokratischer Hindernisse leisten.

 

Für die Stärkung des Mittelstands forderte Hoyndorf außerdem Investitionen in die Infrastruktur wie die Modernisierung von Verkehrswegen, Energieleitungen und Breitbandverbindungen. Besonders die Hidden Champions im ländlichen Raum dürften nicht abgehängt werden. Als weiteren Druckpunkt für den unternehmerischen Mittelstand nannte Hoyndorf den demografischen Wandel, dem Politik und Wirtschaft gemeinsam begegnen müssten. „Dazu gehört bessere schulische Bildung und mehr Weiterbildung, familienfreundlichere Maßnahmen sowie eine stärkere Beschäftigung Älterer und eine bessere Eingliederung von Zuwanderern in den hiesigen Arbeitsmarkt“, so Hoyndorf. Die IHK Frankfurt leistet hier bereits einen Beitrag mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Steigerung von Qualität und Akzeptanz der dualen Berufsausbildung.

 

Im Fokus des diesjährigen Mittelstandstages stehen die Themen Digitalisierung, der sichere Umgang mit Daten sowie Wege der Unternehmensnachfolge. Der Kongress hat sich in den letzten Jahren als eine der zentralen Informations- und Kommunikationsplattform für mittelständische Familienunternehmen in der Rhein-Main-Region etabliert. Erfahrungsberichten aus der Praxis zeigen, wie mittelständische Unternehmen wesentliche Prozesse analysieren und nachhaltig optimieren können, um weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen. Eine begleitende Ausstellung rundet das Programm ab.

 

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Telefon: 069 2197-1201Fax: 069 2197-1488

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