IHK-Kreisbereisung Main-Taunus-Kreis: Wirtschaftsboom zieht Wohnflächenbedarf für Fachkräfte nach sich

14.11.2017

 

Bei der diesjährigen Bereisung des Main-Taunus-Kreises durch Vertreter des IHK-Präsidiums sowie des IHK-Hauptamtes bemerkte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main: „Wir haben echte Unternehmensperlen bei uns im IHK-Bezirk, die uns zeigen, dass unser Standort vor unternehmerischen Schwung nahezu vibriert – und der eine lange unternehmerische Tradition hat, wie wir immer wieder feststellen.“ Die Kreisbereisung führte die IHK-Vertreter gemeinsam mit Landrat Michael Cyriax, Alexander Simon, Bürgermeister in Eppstein, und Albrecht Kündiger, Bürgermeister in Kelkheim, zur Eppstein Foils GmbH & Co. KG. in Eppstein und zur ALTHEN GmbH Meß- und Sensortechnik in Kelkheim.

 

„Wir finden im Main-Taunus-Kreis eine außerordentlich gute konjunkturelle Lage vor“, so Prof. Dr. Müller beim Pressegespräch nach den Unternehmensbesichtigungen. „Insgesamt berichten uns die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis weiterhin von überwiegend guten Geschäften. Die guten Aussichten am Arbeitsmarkt, eine anziehende Auslandsnachfrage und das vergleichsweise hohe Investitionsniveau stellen eine solide Basis für die wirtschaftliche Entwicklung im Main-Taunus-Kreis dar.“

Laut Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen im Main-Taunus-Kreis bewerten 90 Prozent der Betriebe im Main-Taunus-Kreis die derzeitige Geschäftssituation zumindest als zufriedenstellend. Während 61 Prozent davon ausgehen, dass sich die gute konjunkturelle Lage weiter fortsetzt, erwarten 29 Prozent in den nächsten Monaten sogar noch besser laufende Geschäfte. Das Investitionsniveau der Betriebe bleibt überdurchschnittlich hoch. 27 Prozent der Betriebe möchten das Investitionsvolumen erhöhen, lediglich 15 Prozent rechnen mit weniger Investitionen. Und auch die Exporterwartungen der Betriebe liegen auf relativ hohem Niveau: Lediglich sieben Prozent rechnen mit einem sinkenden Exportvolumen, während 29 Prozent von anziehenden Exporten ausgehen. „Der Main-Taunus-Kreis ist ganz offenkundig ein wichtiger Wirtschaftsstandort zwischen den Großstädten Frankfurt, Mainz und Wiesbaden“, so der IHK-Präsident.

 

Nicht zuletzt auch die Personalplanung vieler Unternehmen im Main-Taunus-Kreis ist weiter auf Expansionskurs. 29 Prozent planen, den Mitarbeiterstamm auszuweiten und lediglich 10 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem geringeren Beschäftigungsniveau. „Es wird für die Unternehmen jedoch in jedem Jahr schwerer, qualifizierte Mitarbeiter zu finden! 45 Prozent der Unternehmen im Main-Taunus-Kreis haben dieses Problem als Risiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung angegeben – damit ist der Fachkräftemangel das größte Geschäftsrisiko. 38 Prozent können aktuell offene Stellen längerfristig nicht wie gewünscht besetzen. Dabei reden wir nicht nur über Hochschulabsolventen, die überwiegende Mehrheit der gesuchten Fachkräfte sind Personen mit einem beruflichen Abschluss“, mahnt Prof. Dr. Müller angesichts der Umfrageergebnisse. „Insgesamt hat die Metropolregion FrankfurtRheinMain bei dem Thema Fachkräftemangel und Fachkräftegewinnung aber wenigstens einen Vorteil, den andere Regionen so nicht haben – die Menschen drängen zu uns, wollen hier leben und arbeiten. Nicht nur die Stadt Frankfurt wächst. Verschiedene Bevölkerungsprognosen gehen für die Mehrzahl der Landkreise in FrankfurtRheinMain – vor allem im Kern der Region – von einem deutlichen Bevölkerungszuwachs bis 2030 aus.“

 

Der Bevölkerungszuwachs betrifft auch den Main-Taunus-Kreis: Der Wohnungsbedarf in diesem Landkreis liegt laut dem Institut Wohnen und Umwelt kurzfristig bis zum Jahr 2020 bei etwa 10.000, und langfristig bis zum Jahr 2030 bei rund 20.000 Wohnungen. „Die tatsächlichen Baufertigstellungen pro Jahr liegen aktuell aber deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf. Das Thema Wohn-, aber auch Gewerbeflächen, wird uns weiterhin intensiv beschäftigen. Und dabei ist auch klar: Es wird in den kommenden Jahren die Aufgabe der Politik sein, das Wachstum anzunehmen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen“, sagt Prof. Dr. Müller.

 

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