Beschäftigungs- und Konjunkturprognose FrankfurtRheinMain 2018: Wirtschaft in FrankfurtRheinMain läuft auf Hochtouren – Arbeitsmarkt eilt von Rekord zu Rekord

15.11.2017

 

„Die Unternehmen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain bleiben auf Erfolgskurs: 48 Prozent berichten von guten Geschäften, weitere 44 Prozent sind mit ihrer aktuellen Situation zufrieden. Die Einstellungsbereitschaft ist hoch und lässt weitere Beschäftigungsrekorde erwarten“, kommentiert Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die aktuellen Ergebnisse der Beschäftigungs- und Konjunkturprognose von PERFORM, der Initiative der Wirtschaftskammern der Metropolregion. „Die hohe Konsumbereitschaft und niedrige Zinsen befeuern weiterhin die Wirtschaft. Zudem zieht auch der Welthandel nach zuvor etwas schwächeren Jahren wieder an“, berichtet Prof. Dr. Müller. „Diese Rahmenbedingungen und die überaus erfreulichen Rückmeldungen der Betriebe lassen uns für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent erwarten. Für die nähere Zukunft stimmen zudem die Investitionsabsichten der Unternehmen optimistisch, sodass wir für 2018 ein nochmals höheres Wachstum von 2,1 Prozent prognostizieren.“

 

In blendender Verfassung befindet sich der regionale Arbeitsmarkt: In den letzten drei Jahren sind fast 146.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs in FrankfurtRheinMain entstanden, 52.000 davon kamen alleine 2016 hinzu. „Auch hier stimmt der Blick in die Zukunft optimistisch: 24 Prozent der befragten Betriebe wollen zusätzliche Stellen schaffen – fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Wirtschaftskammern der Metropolregion rechnen daher mit einem Plus von 44.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen in 2017 und für 2018 mit einem noch deutlicheren Anstieg von weiteren 50.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen in FrankfurtRheinMain“, sagte Prof. Dr. Müller.

 

„Auch wenn die Wirtschaft aktuell einen goldenen Konjunktur-Herbst erlebt, darf die Verbesserung der Standortbedingungen nicht aus dem Blickfeld geraten. Gerade in den letzten Jahren haben einige Sondereffekte wie das niedrige Zinsumfeld überdeckt, was an Zukunftsentscheidungen längst hätte auf den Weg gebracht werden müssen. Dazu gehört neben dem Bürokratieabbau und dem Thema Fachkräftesicherung insbesondere der zukunftsfähige Ausbau von Straßen, Energieleitungen und Breitbandverbindungen“, sagte Prof. Dr. Müller.

 

Er verwies darauf, dass der Wettbewerb der Regionen immer härter werde, sowohl innerhalb Deutschlands als auch auf internationaler Ebene. „FrankfurtRheinMain muss weiter an seiner Attraktivität arbeiten. Dies gilt sowohl für die Rahmenbedingungen des unternehmerischen Handels als auch für die Frage, wie wir weiter für Fachkräfte attraktiv sein können“, so Prof. Dr. Müller. Dies gelte nicht nur, aber auch mit Blick auf die Auswirkungen der Brexit-Entscheidung, infolge derer bereits zahlreiche Banken Stellenverlagerungen an den Finanzplatz Frankfurt angekündigt haben. „Die Qualitäten der Region als ‚Arrival City‘ sind mehr denn je gefragt. Wichtig wird sein, dass sich diese in den Strukturen vor Ort wiederfinden und mit Leben gefüllt werden“, sagte Prof. Dr. Müller. Niemand wisse genau, welche Auswirkungen insbesondere der Brexit konkret haben werde – wichtig sei aber, sich als Region bestmöglich auf die zu erwartenden Konsequenzen vorzubereiten.

 

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