Lehrer lernen Berufsorientierung

29.1.2017

 

Die Lehrer an den weiterführenden Schulen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main sind aufgerufen, ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in Sachen Berufsorientierung weiter zu entwickeln. „Die IHK macht Berufsorientierung zum Unterrichtsgegenstand für Lehrer und will ihnen helfen, die Schüler richtig auf die Berufswahl vorzubereiten", sagt Karen Hoyndorf, stellvertretende Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Damit will die IHK einen Beitrag leisten, um den Zugang der Schüler zu den Angeboten der dualen Berufsausbildung zu verbessern und so die wachsende Fachkräfte-Lücke zu schließen.

 

In den IHK-Kursen für die Lehrer geht es zum Beispiel um die richtige Vorbereitung von Schulpraktika, um die Gestaltung von Unterrichtsinhalten zur Berufsorientierung und um die Betreuung von Schüler-Firmen in der Schule. Zudem sollen Lehrer selbst die Möglichkeit bekommen, an Praktika in Betrieben teilzunehmen und diese Erfahrungen auszuwerten, damit sie danach den Schülern die richtigen Ratschläge auf den Weg geben können. „Die Lehrperson ist einer der wichtigen Impulsgeber für junge Menschen bei der Berufsorientierung. Eindrücke vom Arbeitsalltag in anderen Berufen müssen Lehrer meist erst lernen. Dafür bieten wir ihnen in den IHK-Kursen das nötige Instrumentarium."

 

Die Lehrer-Seminare sind Teil eines Maßnahmenpakets der IHK Frankfurt am Main mit dem Ziel, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu steigern, die Zahl unbesetzter Stellen zu reduzieren und die Ausbildungsqualität zu erhöhen. Die IHK will damit auch ein Signal an Eltern und Schüler geben, dass beruflicher Erfolg nicht nur über akademische Wege möglich ist. „Tatsache ist, dass Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung immer stärker gefragt werden und dies daher wieder der bevorzugte Eintritt ins Berufsleben werden kann“, sagt Hoyndorf. Drei Viertel aller Stellen, die aktuell in hessischen Betrieben nicht besetzt werden können, richten sich an beruflich qualifizierte Fachkräfte. „Heute gehen mehr als 50 Prozent der Schulabgänger eines Jahrgangs auf die Universität. Wann ist das richtige Maß an Akademikern erreicht?“ Von allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hessen haben 57 Prozent einen anerkannten Berufsabschluss und nur 18 Prozent einen akademischen Abschluss. „Die Mehrzahl der Beschäftigten sind Fachkräfte und die Betriebe suchen händeringend nach Mitarbeitern mit einer guten dualen Berufsausbildung.“

 

Die Seminare finden in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt statt. Die einzelnen Termine finden sich unter www.bso-hessen.de.

 

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