Kommunale Steuererhöhungen gestoppt

14.03.2018

 

Noch im vergangenen Jahr mussten Unternehmen, aber auch Hauseigentümer und Mieter, in vielen Kommunen des IHK-Bezirks Frankfurt am Main höhere Steuern zahlen. In 2018 ist dieser seit mehreren Jahren zu beobachtende Steuererhöhungstrend fast gestoppt worden. Von den 25 Städten und Gemeinden im IHK-Bezirk hebt lediglich Steinbach die Grundsteuerhebesätze A und B um jeweils zehn Punkte auf 580 Prozent an. Erfreulich ist: Keine der 25 Kommunen erhöht den Gewerbesteuerhebesatz. Eine Senkung erfolgt allerdings auch nirgends. Dieses Ergebnis ergab die diesjährige Umfrage der IHK Frankfurt am Main, zu deren Bezirk die Stadt Frankfurt sowie die Kommunen des Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreises mit Ausnahme von Hochheim gehören.

 

„Wir begrüßen, dass fast alle Kommunen in 2018 auf Steuererhöhungen verzichten. In diesem Zusammenhang muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Hebesätze zwischenzeitlich ein relativ hohes Niveau erreicht haben“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. So lag der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz im Main-Taunus-Kreis in 2011 noch bei 306 Prozent, zwischenzeitlich beträgt er 356 Prozent, im Hochtaunuskreis ist er während dieser Zeit von 322 auf 362 Prozent angestiegen. „Wir fordern daher von den Kommunen, weiterhin alle kommunalen Auf- und Ausgaben – auch der Eigenbetriebe und der kommunalen Unternehmen – kritisch zu prüfen und Einsparpotenziale sowie daraus folgende Steuersenkungsmöglichkeiten konsequent zu nutzen. Steuersenkungen verbessern die Standortbedingungen für Unternehmen und machen Investitionen sowie Neuansiedlungen attraktiver“, so Prof. Dr. Müller.

 

Die höchsten Gewerbesteuerhebesätze im IHK-Bezirk haben neben Frankfurt (460 Prozent) nach wie vor Bad Homburg mit 385 sowie Glashütten, Königstein und Oberursel mit jeweils 380 Prozent. In Eschborn und Grävenwiesbach ist der Satz mit jeweils 330 Prozent am niedrigsten.


Beim Grundsteuerhebesatz B liegt Oberursel mit 595 Prozent weiterhin an der Spitze, dicht gefolgt von Steinbach mit 580 Prozent. In Frankfurt beträgt dieser Satz 500 Prozent. Der Grundsteuerhebesatz B gilt für alle Grundstücke mit Ausnahme der land- und forstwirtschaftlichen Flächen.

 

Eine Gesamtübersicht über die Realsteuerhebesätze im IHK-Bezirk Frankfurt am Main findet sich unter: www.frankfurt-main.ihk.de/recht/steuerrecht/gewerbe_grund

 

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