Aktualisierter IHK-Fachkräftemonitor zeigt: Fachkräftelücke droht zum Bremsklotz für die regionale Wirtschaft zu werden

6. Juni 2018

 

„Die Suche nach geeigneten Fachkräften stellt die regionalen Unternehmen vor immer größere Probleme. Der aktualisierte IHK-Fachkräftemonitor zeigt, dass den Betrieben im Bezirk der IHK Frankfurt am Main im Jahr 2018 rund 71.000 Fachkräfte fehlen. Durch den demografischen Wandel wird das Angebot an ausgebildeten Fachkräften weiter zurückgehen. Wir benötigen daher noch mehr Investitionen in die Aus- und Weiterbildung, um das Angebot zu erhöhen und die vorhandenen Fachkräfte weiter zu qualifizieren. Der Schwerpunkt sollte vor allem auf den Bereich der beruflich qualifizierten Fachkräfte gelegt werden. Denn nach den Zahlen des IHK-Fachkräftemonitors machen Menschen mit Berufsausbildung aktuell rund 60.000 der Fachkräftelücke aus“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zu den aktuellen Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors.

 

Inzwischen wirkt sich der zunehmende Fachkräftebedarf auch direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit in vielen Unternehmen aus – wie die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage für den IHK-Bezirk Frankfurt am Main zeigt: Die Hälfte der Unternehmen befürchtet, dass der Fachkräftemangel die zukünftige Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen wird. „Das ist ein neuer Rekordwert. Vor fünf Jahren war es nur jedes dritte Unternehmen. Die Sorgen der Betriebe um geeignetes Personal drohen zu einem Bremsklotz für die regionale Wirtschaft zu werden“, so Prof. Dr. Müller.

 

Berufsgruppen: Die Fachkräftelücke trifft nahezu alle Berufsgruppen. Am größten ist die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage bei den Büro- und Sekretariatsberufen. Hier fehlen 10.400 Fachkräfte. Verhältnismäßig groß sind die Stellenbesetzungsprobleme auch im Bereich der Unternehmensführung (6.800) und der Versicherungs- und Finanzdienstleistungen (6.400).

 

Qualifikationsniveaus: Absolut gesehen sind die höchsten Engpässe aktuell in den Gruppen der beruflich Qualifizierten zu finden: Im Jahr 2018 fehlen den regionalen Unternehmen 60.000 beruflich Qualifizierte und 11.000 Akademiker. Innerhalb des Bereichs der beruflich Qualifizierten fehlen 49.000 kaufmännisch und 11.000 technisch qualifizierte Fachkräfte.

 

Hintergrund: Der IHK-Fachkräftemonitor ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Industrie- und Handelskammern und der WifOR GmbH. Basierend auf Konjunkturumfragen und Langfristprognosen werden Schätzungen für das langfristige Arbeitsangebot und die langfristige Arbeitsnachfrage vorgenommen. Die Ergebnisse werden differenziert nach Berufsgruppen, Branchen, Regionen und Qualifikationsniveaus bis zum Jahr 2030 ausgewiesen. Der aktuelle IHK-Fachkräftemonitor steht unter www.fachkraefte-hessen.de kostenlos zur Verfügung.

 

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