Zukunftsfähige Stadtentwicklung bedeutet ein klares Bekenntnis zur Region FrankfurtRheinMain

15.08.2018

 

Die enorme Wirtschaftskraft der Stadt Frankfurt am Main und der Region ist attraktiv für Unternehmen und Fachkräfte: laut Hochrechnungen könnte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in FrankfurtRheinMain bis zum Jahr 2030 von aktuell 2,3 Millionen auf fast 2,5 Millionen Personen ansteigen. Bereits heute fehlt den dringend benötigten Fachkräften vielerorts Wohnraum – und die Situation wird sich noch verschärfen. Laut Berechnungen werden 2030 alleine im IHK-Bezirk Frankfurt am Main knapp 75.000 Wohnungen fehlen; im hessischen Teil der Metropolregion sind es rund 130.000 Wohnungen!

„Wenn wir es nicht schaffen, mehr Flächen für das Wachstum bereitzustellen, werden wir mittelfristig im Wettbewerb um Unternehmen, Investitionen und Fachkräfte gegenüber anderen Regionen verlieren, als Wirtschaftsstandort an Bedeutung einbüßen und damit auch die Grundlage unseres Wohlstands gefährden“, fasste Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), bei der gemeinsam mit dem Haus & Grund Frankfurt am Main e. V. organisierten Veranstaltung „Anforderungen an eine zukunftsfähige Stadtentwicklung“ in der IHK Frankfurt am Main die Lage zusammen.

 

„Ein Ziel muss es sein, Flächenausweisungen nicht nur auf die aktuellen Bedarfe abzustellen, sondern diese auch für die Zukunft abzuschätzen und bereitzustellen. Die IHK Frankfurt am Main begrüßt daher ausdrücklich die derzeitigen Vorschläge und Überlegungen für neue Stadtteile, insbesondere in Frankfurt, aber auch in der Region. Dabei dürfen die verschiedenen Ideen und Flächen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern alle Ideen müssen weitergedacht und nach Möglichkeit verwirklicht werden“ so der Hauptgeschäftsführer. „Unsere Unternehmen haben ein sehr starkes Interesse daran, dass der Standort auch in Zukunft gute Entwicklungsperspektiven hat. Dafür brauchen sie einen langfristigen Planungshorizont und Planungssicherheit, um sich in einem verschärften Wettbewerb um gute Fachkräfte erfolgreich behaupten zu können“ forderte Gräßle die entsprechenden Rahmenbedingungen. Dafür müssen die vorhandenen Kräfte im Sinne einer Verabredungskultur im Interesse der Gesamtregion gebündelt werden, um Weichen für eine prosperierende Zukunft für FrankfurtRheinMain zu stellen.

 

Auch Ulrich Caspar, Vorstandsmitglied bei Haus & Grund Frankfurt am Main e. V., setzte bei der Frage einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung auf einen lösungsorientierten Dialog aller Beteiligten: „Gemeinschaftliche städtische Bauland- und Wohnentwicklungen und neue spannende Stadtentwicklungsmodelle von Nachbargemeinden sind mehr denn je gefragt. Wir brauchen dafür aber einen dialektischen Ansatz: Wir müssen sowohl massiv neue Baugebiete ausweisen als auch verstärkt vorhandene Potenziale in der Stadt nutzen. Solche Bemühungen können nur Erfolg haben, wenn es für alle Beteiligten über kommunale und parteipolitische Grenzen hinweg Anreize gibt, auf Augenhöhe gemeinsam neue Wege in der Stadtentwicklung zu gehen.“

 

Caspar forderte bei dem Dialog für eine nachhaltige Stadtentwicklung dazu auf, für Entspannung auf dem angespannten Wohnungsmarkt zu sorgen. „Es müssen Investitionsanreize statt Investitionshindernisse für private Eigentümer und Vermieter geschaffen werden, die in Hessen übrigens 85 Prozent des gesamten Wohnraumbestands stellen. Dies kann einerseits durch die Abschaffung bestehender Hemmnisse geschehen oder durch die Schaffung von finanziellen Anreizen um den Wohnungsbau anzukurbeln“.

 

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