„Die Wirtschaft schreibt!“ – Tierisch schweres Diktat

21.9.2018

 

Ob Zwergrüsseldikdik, Przewalskipferd oder die Frage, ob der Zoodirektor des Kronberger Zoos nun „Kronberger-Zoo-Direktor“ oder „Kronberger Zoodirektor“ geschrieben wird: 10 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Frankfurt am Main stellten sich gestern diesen und rund 40 weiteren Stolperfallen der deutschen Rechtschreibung. Mit dem Diktatwettbewerb „Die Wirtschaft schreibt!“ rufen die IHK Frankfurt am Main und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main jährlich Unternehmen auf, sich im sportlichen Wettkampf zu beweisen. Dabei steht nicht nur die Freude an der Sprache im Vordergrund, sondern auch der gute Zweck.

10 Teams mit bis zu sechs Teilnehmern stellten sich dem anspruchsvollen Diktat. Die durchschnittliche Fehlerzahl betrug 19,7 Fehler. Sieger in der Einzelkategorie wurde Werner D‘Inka vom Team „Ferein zur Achtung der Zeichensetzung“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit nur 7 Fehlern. In der Teamkategorie ging das Team „Die wilde (HKS) 13“ von der Deutschen Leasing AG mit einer durchschnittlichen Fehlerzahl von 16,2 als Sieger hervor. Die Einzel- und Mannschaftssieger erhielten eine Urkunde und eine Trophäe. 

„Gerade im Geschäftsleben wird korrekte Schreibung verlangt. Deshalb fördert die Stiftung Polytechnische Gesellschaft den Wettbewerb ‚Die Wirtschaft schreibt‘“, sagt Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender des Vorstands, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

„Der Diktatwettbewerb ist ein Format, das Spaß und Arbeit perfekt kombiniert. Es gibt lustige, verwirrende oder auch wirklich ungünstige Rechtschreibfehler, aber sie alle wirken nun mal unprofessionell und werfen ein schlechtes Licht auf den Absender und auf das Unternehmen, in dessen Namen er schreibt. Ich habe deswegen großen Respekt vor jedem Teilnehmer, der sich dieser Herausforderung stellt. Darüber hinaus geht es aber auch um einen guten Zweck, was die Motivation sicherlich noch einmal mehr antreibt", sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer, IHK Frankfurt am Main.

Zentrales Element der Veranstaltung ist ein kniffliges, rund zwanzigminütiges Diktat in Form eines Geschäftsbriefs, das von den Teilnehmern gemeinsam und gleichzeitig geschrieben wird. Der Text offenbart Schwierigkeiten und Reichtum der deutschen Sprache zugleich. Nach dem Diktat korrigieren die Teilnehmer die Texte zunächst selbst. Im Anschluss ermittelt eine Jury aus den besten Arbeiten die Gesamtsieger nach Fehlerzahl.

Die IHK Frankfurt am Main und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main verdoppelten jeweils das Startgeld der Teilnehmer. So kamen 4.950 Euro zusammen, die Matthias Gräßle und Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt an den Verein MädchenbüroMilena übergaben. Das MädchenbüroMilena wurde 2014 gegründet und hat sich die Integration von Menschen mit und ohne Fluchthintergrund zum Ziel gesetzt. Unter Berücksichtigung ganzheitlicher Lebensrealitäten werden Angebote für Frauen, Mädchen und ihre Familie entwickelt. Dabei stehen Nachhaltigkeit, Empowerment und Partizipation im Vordergrund.

„Mit unserer Arbeit möchten wir dazu beitragen, dass jedes Kind – unabhängig von seiner sozialen oder kulturellen Herkunft – gerechte Bildungschancen erhält. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung. Damit können wir weiteren Kindern und Jugendlichen gute Integrationschancen bieten“, sagen Sira Eberling und Larissa Reinhard, Projektkoordinatorinnen „Quer- und Seiteneinsteigerinnen“ und Oksana Frei, Einrichtungsleiterin des MädchenbüroMilena e. V. (www.maedchenbueromilena.de).

Die Website http://www.dergrossediktatwettbewerb.de/training bietet allen Rechtschreibfans eine Möglichkeit, ihr Wissen zu testen und zu trainieren.

 

Zum Diktat

 

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