Zustimmung zur U-Bahn-Verlängerung in Bad Homburg
Taunus und Frankfurt rücken näher zusammen

29.10.2018

 

Mit der Zustimmung der Mehrheit der Bad Homburger Wähler zur Verlängerung der U-Bahn-Linie 2 von Gonzenheim zum Bad Homburger Bahnhof rücken der Taunus und die Stadt Frankfurt näher zusammen. „Der Lückenschluss soll insgesamt für eine Beschleunigung der Verkehrsverbindungen sorgen und ist ein großer Vorteil für Unternehmen und Beschäftigte in Bad Homburg sowie in den umliegenden Standorten“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

Bad Homburg wird künftig noch mehr zur Verkehrsdrehscheibe zwischen dem Taunus und der Stadt Frankfurt; am Bahnhof kommen dann die U-Bahn, die S-Bahn und die Taunusbahn zusammen. Täglich pendeln mehr als 40.000 Beschäftigte in Bad Homburg ein bzw. aus. „Die U2-Verlängerung ist auch für die Unternehmen in anderen Gemeinden des Hochtaunuskreises eine gute Nachricht. Wenn mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene wechselt, gelangt der Wirtschaftsverkehr besser durch das Nadelöhr Bad Homburg.“ Die Wirtschafts- und Wohnstandorte im Hochtaunuskreis werden durch den Lückenschluss der U-Bahn noch einmal aufgewertet. „Gute Erreichbarkeit ist ein Faktor für Unternehmen nicht nur bei der Standortsuche, sondern auch für die Mitarbeiter und für den Warentransport“, sagte Prof. Dr. Müller.

Die Stadt hatte mit Oberbürgermeister Alexander Hetjes an der Spitze in zahlreichen Abstimmungen mit den Beteiligten und Finanzierungspartnern wie der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen ein Paket geschnürt, das einen baldigen Baubeginn möglich macht. Mit der Zustimmung beim Bürgerentscheid ist der Weg dafür nun frei. 
Von den 2,2 Millionen Beschäftigten, die in den 25 Kreisen oder kreisfreien Städten der Metropolregion FrankfurtRheinMain wohnen, pendelt heute schon jeder zweite über Kreisgrenzen zum Arbeitsort. „Dies ist erfreulich, weil es ein Ausdruck der Wachstumsdynamik unserer Region ist, führt aber auch zu wachsendem Druck auf allen Verkehrsträgern“, sagte Prof. Dr. Müller. Aus Sicht der IHK sollten insbesondere Schienenausbauprojekte wie der Lückenschluss der U2, die Verlängerung der S5 nach Usingen und die Regionaltangente West (RTW) als Paket betrachtet werden, das seine volle Wirkung erst in der Summe der Maßnahmen entfaltet.

Die Stadt Frankfurt am Main im Kern der Metropolregion ist besonders häufig das Ziel der Pendler. Der Anteil der Einpendler an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort beträgt in Frankfurt 64 Prozent. Im Hochtaunuskreis sind 58 Prozent der Beschäftigten Einpendler; insgesamt pendeln 54.000 Beschäftigte in den Hochtaunuskreis ein (davon 11.000 aus Frankfurt). In Bad Homburg sind 81 Prozent der am Ort Beschäftigten Einpendler (davon 4500 aus Frankfurt).  

 

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