Kreisbereisung der IHK Frankfurt am Main: Ausbau des Schienennetzes im Hochtaunuskreis gefordert

31.10.2018

 

Die diesjährige „Kreisbereisung“ der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main führte Vertreter des IHK-Präsidiums und des Hauptamtes in den Hochtaunuskreis. Besucht wurden in diesem die Adam Hall GmbH in Neu-Anspach und die Canton Elektronik GmbH in Weilrod. Die Vertreter von Ehren- und Hauptamt sammelten Eindrücke über die Unternehmen vor Ort und tauschten sich über die Standortbedingungen im Hochtaunuskreis aus.

 

„Beide Unternehmen, die wir heute besucht haben, sind leuchtende Beispiele dafür, dass unsere Region wirtschaftlich brummt! Doch auch aus einer wirtschaftlich guten Lage entwickeln sich Nöte, die gelöst werden müssen, wenn das Wachstum weitergehen soll. Insbesondere der Fachkräftemangel ist ein drängendes Thema bei unseren Mitgliedsunternehmen“, sagte Dietmar Vogelsang, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main. „Fachkräfte muss man jedoch nicht nur gewinnen, man muss sie auch zu ihrem Arbeitsplatz befördern. Wir als IHK Frankfurt am Main haben uns deswegen für die Verlängerung der U2 vom U-Bahnhof Gonzenheim zum S-Bahnhof Bad Homburg stark gemacht, weil wir den Schienenanschluss für einen der wesentlichen Verkehrs-Knotenpunkte im Hochtaunuskreis halten.“ Bad Homburg werde so künftig noch mehr zur Verkehrsdrehscheibe auch für Arbeitnehmer zwischen dem Taunus und der Stadt Frankfurt werden, so Vogelsang. „Die U2-Verlängerung ist auch für die Unternehmen in anderen Gemeinden des Hochtaunuskreises eine gute Nachricht. Wenn mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene wechselt, gelangt der Wirtschaftsverkehr besser durch das Nadelöhr Bad Homburg. Die Wirtschafts- und Wohnstandorte im Hochtaunuskreis werden durch den Lückenschluss der U-Bahn noch einmal aufgewertet.“

 

Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die gesamte Region müssten noch besser miteinander vernetzt werden. Denn von den 2,2 Millionen Beschäftigten, die in den 25 Kreisen oder kreisfreien Städten der Metropolregion FrankfurtRheinMain wohnen, pendelt heute schon jeder Zweite über Kreisgrenzen zum Arbeitsort. Im Hochtaunuskreis sind 58 Prozent der Beschäftigten Einpendler, d. h. 54.000 Beschäftigte pendeln in den Hochtaunuskreis ein.

 

„Die Zahlen drücken aus, wie dynamisch unser Wirtschaftsstandort ist, dass er wächst und sich die Infrastruktur anpassen muss. Die IHK Frankfurt am Main wird deswegen auch nicht müde werden, genauso für den Bau der Regionaltangente West zu werben“, so Vogelsang. Die Regionaltangente West wird im Main-Taunus-Kreis das Nadelöhr Frankfurter Hauptbahnhof sowie die Straßen entlasten und Standorte besser erreichbar machen. „Wir sehen den Bedarf unserer Mitgliedsunternehmen nach diesem Anschluss.“

Für den Hochtaunuskreis fordert die IHK Frankfurt am Main zudem dringend die Verlängerung der S5 nach Usingen. „Die verkehrspolitischen Maßnahmen im Main-Taunus- und Hochtaunuskreis müssen als Paket betrachtet werden, das seine volle Wirkung erst in der Summe der Maßnahmen entfaltet“, fasst Vogelsang zusammen.

 

Der Bezirk der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main umfasst die Stadt Frankfurt, den Hochtaunus- und den Main-Taunus-Kreis.

 

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