Bevölkerungswachstum in der Region – Wohnraum für Fachkräfte erforderlich

10. Dezember 2019

 

Die vom Hessischen Statistischen Landesamt veröffentlichte Bevölkerungsprognose bis zum Jahr 2040 verdeutlicht noch einmal den dringenden Handlungsbedarf bei der Bereitstellung von Wohnraum, insbesondere in Südhessen. Laut Prognose wird die Bevölkerungszahl der Stadt Frankfurt am Main bis zum Jahr 2040 um circa 118.000 Menschen auf dann etwa 871.000 steigen. Im gesamten IHK-Bezirk Frankfurt am Main (Stadt Frankfurt, Main-Taunus- und Hochtaunuskreis) wird sich die Bevölkerungszahl demnach sogar um rund 147.000 Personen erhöhen.

 

„Die in letzter Zeit formulierte Forderung nach Grenzen des Wachstums in der Region beschreibt eine praktisch nicht realisierbare Abgrenzung. FrankfurtRheinMain ist nach wie vor ein hoch attraktiver Wirtschaftsstandort und zieht Unternehmen sowie Arbeitnehmer an. Diese Dynamik lässt sich nicht aufhalten. Zudem leiden die Unternehmen unter einem enormen Fachkräftemangel“, sagte IHK-Präsident Ulrich Caspar. Alleine im Bezirk der IHK Frankfurt fehlen bereits heute etwa 74.000 Fachkräfte, in ganz FrankfurtRheinMain sind es circa 177.000. Um die Prosperität des Wirtschaftsraums zu sichern, sind die Unternehmen auf den Zuzug von Fachkräften angewiesen.

 

„Unternehmen orientieren sich bei der Ansiedlung und Expansion an den für sie besten Standortbedingungen. Vorschläge, nach denen sich Unternehmen an anderen Orten ansiedeln sollen, gehen an den marktwirtschaftlichen Realitäten vorbei. Die damit einhergehenden Bedenken, ausreichend Bauland in der Nähe der Arbeitsplätze auszuweisen und Wohnraum zur Verfügung zu stellen, führen in der Konsequenz zu weiter steigenden Mieten und Kaufpreisen, stärkeren Pendlerströmen und einer Zunahme des Fachkräftemangels“, so Caspar weiter. Die Anregung von Regionalpolitikern, dass Fachkräfte eben mehr pendeln sollten, sei sowohl ökonomisch als auch ökologisch abwegig, da die Verkehrsnetze heute schon stark belastet sind.

 

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