IHK-Vollversammlung für Fernbahntunnel in Frankfurt

12. Dezember 2019

 

Die Vollversammlung der IHK Frankfurt am Main setzt sich für die Planung und Realisierung eines Fernbahntunnels Frankfurt ein, um das Verkehrswachstum der Region abzubilden und die Funktion des Frankfurter Bahnknotens im bundesweiten Fernverkehrsnetz zu stärken. Ein entsprechendes Positionspapier beschloss das Gremium am Mittwoch.

 

Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt, begründete diesen Beschluss: „Mehr Platz für Angebote im regionalen Personenverkehr bedeuten eine bessere Erreichbarkeit der Unternehmen für deren Mitarbeiter und Kunden und damit eine erhöhte Attraktivität des Wirtschaftsstandorts FrankfurtRheinMain. Durch die erhöhte Fahrplanstabilität durch einen Fernbahntunnel werden auch die Rahmenbedingungen für den Güterverkehr verbessert. Ohne eine deutliche Kapazitätsausweitung des Schienenverkehrs könnte das Wirtschaftswachstum in der Region dagegen weiter gehemmt bleiben.“

 

IHK-Vizepräsident Frank Nagel ergänzte: „Der Ausbau des Schienenverkehrsknotens Frankfurt schreitet mit dem Programm FrankfurtRheinMainPlus endlich voran. Diese Maßnahmen, die auch die Ausbesserung von Engstellen und Erneuerung von Signaltechnik umfassen, sind notwendig, reichen aber angesichts der gestiegenen Anforderungen an die Mobilität nicht mehr aus. Für unsere Mitgliedsunternehmen ist insbesondere wichtig, dass durch das verbreiterte Schienenangebot die Wirtschaftsverkehre auf der Straße entlastet werden. In der Region FrankfurtRheinMain werden jährliche Fahrgastzuwächse im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet, bis zum Jahr 2030 wird im Gebiet des RMV ein Plus von 30 Prozent an Fahrgästen erwartet. Mit einem Fernbahntunnel und einem zusätzlichen Tiefbahnhof am Frankfurter Hauptbahnhof können durch die freiwerdenden Gleise die Angebote im Regionalverkehr deutlich verbessert werden.“

 

Das Projekt des Fernbahntunnels Frankfurt war 2018 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. Die DB Netz wird als nächstes eine Machbarkeitsstudie dazu vorlegen.

 

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