Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zum Jahresbeginn 2020:
Konjunkturelle Talfahrt gebremst

4. Februar 2020

 

„Nachdem sich die Stimmung unter den Unternehmen im IHK-Bezirk in den zurückliegenden zwei Jahren zunehmend verschlechtert hat, endet dieser Abwärtstrend zum Jahresbeginn 2020. Der IHK-Geschäftsklimaindex steigt um fünf auf 115 Punkte“, fasst Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die neuesten Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2020 zusammen.
 
Die Unternehmen schätzen sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen besser ein. Die Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage fällt überdurchschnittlich gut aus und die vormals negativen Erwartungen sind in Summe wieder leicht positiv. Auch die Investitionsabsichten und die Einstellungsbereitschaft nehmen leicht zu. „Parallel rutschen jedoch die Exporterwartungen in den negativen Bereich. Insbesondere die exportorientierte Industrie klagt über sinkende Auftragseingänge aus dem Ausland“, erläutert Caspar.  

49 Prozent der Unternehmen sehen im Fachkräftemangel ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Damit ist der Fachkräfteengpass Risikofaktor Nummer eins. Mehr als jedes fünfte Unternehmen investiert im Ausland, da dort eine bessere Verfügbarkeit von Fachkräften vorherrscht. Auch möchte mehr als jedes fünfte Unternehmen das Fachkräfteeinwanderungsgesetz zur Gewinnung von Fachkräften nutzen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Bewerber aus Ost-/Südosteuropa (ohne EU) und  Russland interessant für die regionalen Unternehmen.

 

An zweiter Stelle sehen die Unternehmen eine Gefahr in ungünstigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „Auf internationaler Ebene wird am häufigsten die allgemein unsichere geopolitische Lage beklagt. Auf nationaler Ebene werden insbesondere eine ausufernde Bürokratie und Regulierung, eine hohe Abgabenlast sowie fehlende Gewerbe- und Wohnflächen als Belastungen genannt. Um die Unternehmen zu entlasten, sind Steuerentlastungen und ein Abbau der Bürokratie notwendig. Zudem würde eine vermehrte Baulandausweisung zur Stärkung der Attraktivität der Region für Fachkräfte beitragen und die wirtschaftliche Dynamik fördern“, so Caspar abschließend.

 

Zum Hintergrund: Die IHK Frankfurt am Main befragt dreimal jährlich rund 3.000 Mitgliedsunternehmen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie in der Stadt Frankfurt am Main zur aktuellen Lage und ihren Erwartungen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht der IHK Frankfurt am Main erläutert. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.frankfurt-main.ihk.de/konjunkturbericht

 

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