Corona-Virus: Mehr als Dreiviertel der Unternehmen betroffen

27. März 2020

 

Für das laufende Jahr 2020 erwarten mehr als Dreiviertel der Unternehmen (85 Prozent) im IHK-Bezirk Frankfurt am Main einen Rückgang ihres Umsatzes als Folge des Corona-Virus. In der vorherigen Blitzumfrage vor drei Wochen war es nur etwa die Hälfte (53 Prozent) gewesen. „Die medizinisch begründeten Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen zu einer abrupten Vollbremsung von weiten Teilen der Wirtschaft“, sagt Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

 

In der Umfrage, die in der Zeit vom 24. bis 26. März 2020 unter den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung und den IHK-Ausschüssen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main (Stadt Frankfurt, Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis) stattfand, meldete fast jedes dritte befragte Unternehmen für das Gesamtjahr 2020 einen erwarteten Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2019.

92 Prozent der Unternehmen melden, dass sie allgemein negative Auswirkungen der Pandemie-Entwicklung spüren. Am deutlichsten wirkt sich die durch das Herunterfahren ausbleibende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen aus. Etwa ein Drittel der Unternehmen haben ihre Produktion oder ihr Geschäft komplett oder zu großen Teilen stilllegen müssen. „In der Folge ist es bei vielen Unternehmen zu Stornierungen von Aufträgen, dem Stillstand der geschäftlichen Tätigkeit und Liquiditätsengpässen gekommen“, erklärt Caspar. Besonders markant ist die Notwendigkeit, den Personaleinsatz zu verringern. Etwa jedes dritte Unternehmen (34 Prozent) hat erklärt, den Personalbestand reduzieren zu müssen.

 

„Die Politik hat in den letzten Tagen verschiedene Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Aus Sicht der Mehrheit der Unternehmen haben vor allem drei Instrumente eine große Bedeutung: Kurzarbeitergeld, Soforthilfen in Form von Zuschüssen und Steuerstundungen“, sagt Caspar. Bankkrediten und Bürgschaften wird in der aktuellen Lage eine geringere Bedeutung zugeschrieben. Während etwa das Kurzarbeitergeld und die Soforthilfen für 70 beziehungsweise 64 Prozent der Unternehmen eine besondere Relevanz besitzen, heben Bankkredite und Bürgschaften nur 17 beziehungsweise 10 Prozent hervor.

 

„Die Unternehmen fordern vor allem eine schnelle und bürokratiearme Umsetzung dieser kurzfristigen Maßnahmen.“ Das gilt besonders für die Auszahlung der Soforthilfen, die ja erst kommende Woche beginnen wird. „Die Kurzfristmaßnahmen sind gut, müssen aber begleitet werden mit einer Perspektive für das Wiederanfahren der Wirtschaft. Ohne eine klare Botschaft für den Neustart schmelzen kurzfristige Hilfen schnell dahin. Die Rückkehr zur normalen Geschäftstätigkeit sollte fein dosiert werden. Eine Unternehmenssteuersenkung könnte dabei ein wichtiger Hebel für eine nachhaltige Genesung der Wirtschaft bedeuten“, so Caspar abschließend.

 

 

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