Rückgang der Baugenehmigungen in Frankfurt schlechtes Signal für Fachkräfte

26. Mai 2020

 

Nach Angaben der Frankfurter Bauaufsicht hat die Stadt Frankfurt am Main im Jahr 2019 insgesamt 5.829 Wohnungen genehmigt, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 7.329 Genehmigungen. „Ein Rückgang von etwa 20 Prozent binnen eines Jahres ist ein schlechtes Signal für den Frankfurter Wohnungsmarkt und die vielen Fachkräfte, auf die die hiesigen Unternehmen nach wie vor angewiesen sind. Diese Entwicklung verdeutlicht noch einmal den dringenden Handlungsbedarf bei der Bereitstellung von Wohnraum“, fasst Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die Zahlen der Bauaufsicht zusammen.

 

Um den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten, fehlt es vor allem an baureifen Grundstücken. „Die Wirtschaft benötigt eine aktive Baulandausweisungs- und Wohnbauförderungspolitik seitens der Stadt. Dazu bedarf es Rahmenbedingungen, welche die Entwicklung von Wohnbauprojekten begünstigen. Der aktuelle Katalog an politischen Instrumenten in Frankfurt, wie die umfassenden Erhaltungs- und Milieuschutzsatzungen oder der sogenannte Baulandbeschluss sind Investitionshemmnisse und tragen nicht zur Schaffung von Wohnraum bei“, so der IHK-Präsident. Caspar appelliert an den Frankfurter Magistrat, diese Instrumente im Dialog mit der Wirtschaft auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen. „Vor allem nach Ende der Corona-Krise benötigen wir positive Signale, die zur Investitionsbereitschaft auf dem Wohnungsmarkt beitragen. Deregulierung wäre jetzt das Gebot der Stunde, viele Satzungen sollten auf den Prüfstand gestellt werden“, so Caspar abschließend.  

 

 

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