Umfrage zur Ausbildung bei mehr als 1.200 hessischen Betrieben - Ausbildung trotzt Corona

Umfrage zur Ausbildung bei mehr als 1.200 hessischen Betrieben
Ausbildung trotzt Corona

 

24. Juni 2020

 

Die Ausbildungsbereitschaft der hessischen Unternehmen trotzt Corona: 92 Prozent der IHK-Ausbildungsbetriebe halten an ihren ursprünglichen, vor Corona gefassten Ausbildungsplänen für 2020 fest. Lediglich zwei Prozent haben wegen Corona neue Ausbildungsverträge wieder gelöst. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) in Wiesbaden veröffentlicht hat. „Ausbildungsbereitschaft und Übernahmequote der hessischen Betriebe bleiben hoch. 61 Prozent der IHK-Ausbildungsbetriebe wollen in diesem Krisenjahr alle Azubis übernehmen. Ein wichtiges Signal, das Mut macht. Auch während und nach der Krise bleiben Fachkräfte gefragt“, sagte Dr. Brigitte Scheuerle, Sprecherin Berufliche Bildung beim HIHK.

 

Der Ausbildungsalltag in den Betrieben ist gemäß der Umfrage von der Corona-Krise vergleichweise wenig betroffen. Für gut zwei Drittel der Azubis läuft die Ausbildung normal im Betrieb weiter. In 43 Prozent der Betriebe befinden sich die Azubis gelegentlich im Homeoffice oder arbeiten mobil.

 

Neue Verträge für das Ausbildungsjahr ab September kommen deutlich später zustande als sonst. Zum 1. Juni haben die hessischen IHKs im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von fast 23 Prozent auf gut 9.100 Verträge gezählt. „Der Verzug bei neuen Ausbildungsverträgen hängt vor allem mit der allgemeinen Verunsicherung und der massiv erschwerten Berufsorientierung zusammen. Zudem haben 12 Prozent der Ausbildungsbetriebe ihre Bewerbungsgespräche verschoben. Angesichts der Verzögerung des Bewerungsjahres sollte die Landesregierung prüfen, ob Berufsschulen später ins neue Schuljahr starten können“, forderte Dr. Scheuerle. Und fügte an: „Es besteht das Potenzial, dass das aktuelle Minus in den kommenden Wochen noch teilweise aufgeholt werden kann. Die hessischen Unternehmen ermutigen alle Schulabgänger, sich jetzt um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.“

Genügend freie Ausbildungsplätze gibt es.

 

In der Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern

www.ihk-lehrstellenbörse.de sind derzeit über 3.700 Angebote in Hessen zu finden, über 500 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Die hessischen IHKs unterstützen Bewerberinnen und Bewerber bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. Viele bieten derzeit zusätzliche Veranstaltungen wie Online-Speed-Datings an, bei denen sich Bewerberinnen und Bewerber und Unternehmen per Videokonferenz kennenlernen können.

 

Hintergrund: Thema der Umfrage: Ausbildung in Zeiten von Corona. Befragungszeitraum: 15. bis 19. Juni 2020. Befragte: Ausbildungsbetriebe der hessischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). Antwortende: 1.285 Unternehmen.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201Fax: 069 2197-1488

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