Neues Gewerbegebiet das richtige Signal für den Aufbruch

30. Juli 2020

 

Wenn die Wirtschaft in FrankfurtRheinMain nach der Überwindung der Corona-Krise wieder zum normalen Wachstumspfad zurückkehrt, werden zusätzliche Flächen nötig sein. Zu Berichten über Pläne des Frankfurter Magistrats, ein neues Gewerbegebiet in Nieder-Eschbach in der Nähe des Bad Homburger Autobahnkreuzes anzulegen, erklärt Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main: "Die Botschaft ist ein gutes Signal, nachdem in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang Gewerbeflächen in Frankfurt durch andere Nutzung, insbesondere Wohnungsbau, verloren gegangen sind. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist trotz Corona-Krise hoch und wird es wegen der strukturellen Vorteile des Wirtschaftsstandortes mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bleiben."

 

Im Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt war 2015 ein zusätzlicher Bedarf außerhalb der Industrieparks von 85 ha Gewerbeflächen bis 2023 ermittelt worden. Nach einer aktuellen Studie der CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH, Hannover, zum Bedarf an Handwerker-/Gewerbehöfen in Frankfurt hat die Gewerbefläche in der Stadt tatsächlich von 2012 bis 2018 um rund 110 ha abgenommen. Daher hatte die Stadt im Integrierten Stadtentwicklungskonzept aus dem vergangenen Jahr die Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen bereits vorgesehen.

 

 "Auf Frankfurter Gemarkung befinden sich ca. 6.000 ha für landwirtschaftliche Produktion kultivierte Flächen. Dies sind rund 25 Prozent des Stadtgebietes. Wir haben aber in unserer Region und in Deutschland keinen Mangel an Lebensmitteln, aber einen Mangel an Bauland für Wohnen, Gewerbe und Industrie. Deswegen wäre ein Flächenrecycling solcher kultivierten Flächen als Bauland notwendig. Ich erhoffe mir vom schon lange angekündigten Gewerbeflächenentwicklungskonzept, dass solche Überlegungen enthalten sind und dieses zeitnah veröffentlicht wird", regt Caspar an.

 

 

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