Mehr Baulandausweisungen statt zusätzlicher Regulierung

29. September 2020

 

Die neuen Richtlinien der Wohnraumförderung in Hessen bilden nur zum Teil einen Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum. Stattdessen wird der Trend zur stärkeren Regulierung des Wohnungsmarktes mit Maßnahmen fortgesetzt, die die Entwicklung von Wohnbauprojekten nicht begünstigen. „Die überarbeiteten Richtlinien beinhalten zusätzliche Investitionshindernisse und lösen das Problem des fehlenden Baulands nicht“, sagt Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Dabei verschärfe sich die Situation zusehends. „Dass nunmehr 48 statt 31 hessische Gemeinden, überwiegend aus FrankfurtRheinMain, Gebiete mit erhöhtem Wohnungsbedarf sind, zeigt die bisherigen unzureichenden Maßnahmen.“
 
Hier seien das Land und insbesondere die Kommunen gefordert, die Engpässe beim Wohnen für die dringend benötigten Fachkräfte zu beseitigen und zusätzliches Bauland auszuweisen sowie Baurecht zu schaffen. Ohne die Erhöhung des Baulandangebots würden begleitende Maßnahmen verpuffen, so Caspar.
     
Bereits im März hat die IHK Frankfurt am Main gemeinsam mit 21 weiteren Institutionen eine Resolution für mehr Bauland in FrankfurtRheinMain auf den Weg gebracht, darunter Wirtschaftskammern, Hochschulen, Gewerkschaften sowie Eigentümer- und Mieterverbände. Die Unterzeichner fordern die Ausweisung von zusätzlichem Bauland und die Schaffung von Baurecht als gemeinsames Projekt der Metropolregion. Konkret bieten die IHK Frankfurt und die an der Resolution beteiligten
Institutionen und Verbände den Kommunen an, bei der Aufgabe der Ausweisung von zusätzlichem Bauland in lokalen Meinungsbildungsprozessen und öffentlichen Diskussionen unterstützend mitzuwirken.

 

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