Oeder Weg als intakte Einkaufs- und Nahversorgungsstraße erhalten

27. November 2020

 

Die Stadt plant eine Umgestaltung des Oeder Wegs in der Frankfurter Innenstadt: Einfahrthindernisse für den Autoverkehr aus der Richtung Eschenheimer Turm durch eine Schranke sowie eine Einfahrtsverbotsbeschilderung und von Norden, in Höhe Holzhausenstraße, durch eine sogenannte „Diagonalsperre“ in Kombination mit dem Verlust von über einem Drittel der Parkplätze sind geplant.

 

„Dies führt zu einer erschwerten Erreichbarkeit der Geschäfte und der Gastronomie für die Autokundschaft dieser Einkaufsstraße. Eine ‚zentrale Geschäftsstraße‘, wie sie von der Stadt Frankfurt in den Informationen zu dem geplanten Umbau des Oeder Wegs selbst genannt wird, weitgehend vom Autoverkehr abzuhängen, gefährdet den Bestand des vorhandenen Einzelhandels in dieser Straße erheblich“, erklärt IHK-Präsident Ulrich Caspar. Der Vorrang des Radverkehrs würde diese Kundengruppe nicht ausgleichen können, da die Radfahrer bereits heute, auf dem schon existierenden Radweg, zum alltäglichen Straßenbild gehören.

 

Dass man den Oeder Weg nur noch über die Eschersheimer- oder die Eckenheimer Landstraße erreichen kann, indem quer durch Wohngebiete gefahren werden muss, entspricht nicht gängiger Verkehrspolitik und wird dazu führen, dass durch diese umständliche Zufahrt wesentliche Kundengruppen von einem Einkauf abgehalten werden.

 

Die Umnutzung von Parkplatzflächen zu Gastronomiebereichen führt nur sehr eingeschränkt zu einer Verbesserung für diese Branche. Meist werden bisher genutzte Flächen lediglich verlegt, wodurch keine zusätzliche Gastronomiefläche entsteht.

 

Der Oeder Weg ist geprägt von inhabergeführten Unternehmen und verfügt über ein hochwertiges und von Individualität geprägtes Einzelhandelsangebot, was für eine Einkaufsstraße in der heutigen Zeit selten geworden ist und von ihren Kunden geschätzt wird. Eingebettet in ein großes Wohngebiet lebt der dort ansässige Handel nur zu einem kleinen Teil von den Kunden aus der Nachbarschaft und zu einem erheblichen Teil aus dem Einzugsgebiet, das insbesondere die Stadtteile wie Eschersheim und Dornbusch, aber auch von Kunden aus Vororten besteht, die für einen auskömmlichen Umsatz der Unternehmen unerlässlich sind. Die Versorgung für umliegende Stadtteile, die über keinen Einzelhandel mehr verfügen, würde

zudem erschwert. Wie üblich an solchen Straßen wird der Handel aber auch von Spontankäufen durchfahrender Kunden beflügelt. Der „Umgehungsstraßeneffekt“ würde auch hier zu spüren sein.

 

„Wir rufen die Stadtpolitik auf, diese noch weitgehend intakte und geschätzte Einkaufsstraße nicht zu gefährden, indem der Zugang für Kundengruppen erheblich erschwert wird. Die Herausforderungen sind groß genug, das waren sie auch schon vor Corona. Es sollten den Einzelhändlern des Oeder Wegs keine vermeidbaren zusätzlichen Probleme bereitet werden“, appelliert IHK-Präsident Caspar.

 

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