IHK Frankfurt fordert regionale Zusammenarbeit für neue Park+Ride-Angebote in FrankfurtRheinMain

25. Januar 2021

 

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main fordert die Stadt Frankfurt und die umliegenden Städte und Gemeinden auf, gemeinsam Park+Ride-Plätze zu planen und zu betreiben.

 

„Wir nehmen wahr, dass die Bedingungen für den Kfz-Verkehr in Frankfurt immer schlechter werden, obwohl die Verkehrsnachfrage nach der Corona-Krise wieder auf ein hohes Niveau zurückkehren wird. Die Ausweitung des Bewohnerparkens und die Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen verschlechtern die Erreichbarkeit der Unternehmen durch erhöhten Parkdruck und verlangsamen den Verkehrsfluss. Das trifft besonders die Wirtschaftsverkehre der IHK-Mitgliedsunternehmen, die sich in Frankfurt aufgrund der zentralen Lage der Stadt und der guten verkehrlichen Anbindung angesiedelt haben. Diese Unternehmen sind besonders auf funktionierende Lieferketten, pünktliche Dienstleistungen und eine gute Erreichbarkeit für ihre Mitarbeiter angewiesen. Es ist daher unser Ziel, dass die Beschäftigten der IHK-Mitgliedsunternehmen Alternativen für den Arbeitsweg bekommen. Dadurch sollen die Straßen entlastet und so die Wirtschaftsverkehre nicht durch die wachsende Verkehrsnachfrage ausgebremst werden“, sagt Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt.

 

IHK-Vizepräsident Klaus-Stefan Ruoff erläutert: „Die Flächen an der Raststätte Taunusblick sind ein Beispiel dafür, dass es in der Region FrankfurtRheinMain große Potentiale für Park+Ride-Anlagen gibt. Mit einer Verlängerung der Stadtbahnlinie U7 bis zum Taunusblick könnten mehrere tausend Fachkräfte, Touristen und Kunden des Einzelhandels direkt vor den Toren der Stadt abgepasst werden.“

 

Zudem fordern die Wirtschaftsvertreter eine Zusammenarbeit für neue Park+Ride-Anlagen auf regionaler Ebene. Caspar erläutert: „Die Stadt Frankfurt und die umliegenden Städte und Gemeinden sollten den Ausbau von Park+Ride-Anlagen jetzt gemeinsam strategisch angehen. Unser Vorschlag ist, eine regionale Planungs- und Betriebsgesellschaft für Park+Ride-Anlagen zu schaffen. Eine regionale Gesellschaft könnte Anlagen nicht nur schneller planen, sondern auch einheitliche Parktarife ermöglichen und Echtzeit-Daten zur Auslastung der Parkhäuser bereitstellen. Aus unserer Sicht sollte die Planung als Teil eines regionalen Mobilitätsentwicklungskonzepts angestoßen werden.“ Der IHK-Präsident ergänzt: „Unser Ziel ist es, Angebote für die pendelnden Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen zu schaffen, die heute noch nicht gut an den ÖPNV angeschlossen sind. Flankierend bedarf es eines für alle Unternehmen zugängliches Jobticket ohne Mitarbeitergrenze.“

 

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