Abschreibungsfristen größtenteils verlängert

Die Abschreibungsdauer bemisst sich bei beweglichen Wirtschaftsgütern gemäß § 7 Abs. 1 Einkommensteuergesetz grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer ist unter Berücksichtigung der besonderen betrieblichen Verhältnisse zu schätzen. Sog. AfA-Tabellen sind ein Hilfsmittel, um die Nutzungsdauer von Anlagegütern zu schätzen. Die in ihnen festgehaltenen Werte beruhen auf Erfahrungswissen. Die AfA-Tabellen stellen keine bindende Rechtsnorm dar. Dennoch werden die in den AfA-Tabellen festgelegten Abschreibungssätze sowohl von der Rechtsprechung, der Verwaltung als auch der Wirtschaft allgemein anerkannt, da sie umfangreiches in der Praxis gewonnenes Fachwissen widerspiegeln.

 

In der Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter (kurz: "AfA-Tabelle AV") ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz) für Anlagegüter ausgewiesen, die nicht branchenspezifisch genutzt werden. Die "AfA-Tabelle AV" gilt für alle Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2000 angeschafft oder hergestellt werden.

 
 
Für viele dieser Anlagegüter, die nach dem 31.12.2000 angeschafft oder hergestellt wurden (z.B. Maschinen, PKW, Büromöbel), gelten merklich verlängerte Abschreibungsfristen. Dies ergibt sich aus der Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter, die das Bundesfinanzministerium veröffentlicht hat. So verlängert sich beispielsweise die Abschreibungsfrist für PKW von 5 auf 6 Jahre, für Büromöbel von 10 auf 13 Jahre und für Vervielfältigungsgeräte von 5 auf 7 Jahre. Nur für PCs und die dazugehörigen Peripheriegeräte, wie z.B. Drucker, Scanner und Bildschirme, wurde die Abschreibungsdauer verkürzt, und zwar von 4 auf 3 Jahre. Die Finanzverwaltung hat somit die von Wirtschaftsseite geäußerte Kritik kaum berücksichtigt.

Die Abschreibungstabellen finden Sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums.