PC-Schenkung an Arbeitnehmer spart Steuern

Schenkt ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer einen gebrauchten oder neuen PC eventuell nebst Zubehör und Internetnutzung, muss der geldwerte Vorteil dieser Schenkung nicht unbedingt in der Lohnabrechnung des begünstigten Arbeitnehmers individuell versteuert und verbeitragt werden. Es  besteht statt dessen auch die Möglichkeit der Anwendung einer Lohnsteuerpauschalierung mit einem festen Steuersatz von 25 %. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer. Schuldner der pauschalen Lohnsteuer ist der Arbeitgeber; eine Abwälzung der Steuerlast auf den Arbeitnehmer ist möglich.

 

Wichtig:

Wird diese neue Pauschalierung angewandt, muss kein Antrag auf Zulassung dieser Pauschalierung beim Betriebsstättenfinanzamt gestellt werden.

 

Der Begriff des Personalcomputers umfasst neben den notwendigerweise zuzurechnenden Hardware-Standardkomponenten wie Prozessor, Grafikkarte, Soundkarte, RAM-Speicher, Festplattenspeicher, Disketten-/CD-ROM-/DVD-Laufwerke auch das erforderliche Zubehör wie Monitor, Drucker, Scanner, Modem/ISDN-Karte und die Software.

 

Wichtig:

Nur Sachzuwendungen ab dem Kalenderjahr 2000 sind hiernach begünstigt. Eine Barzuwendung berechtigt nicht zur Anwendung der Pauschalierung, selbst wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den entsprechenden Betrag für den Erwerb eines PC zur Verfügung stellt.

 

Außerdem ist die Pauschalierung nur dann möglich, wenn die Zuwendung zu dem Arbeitslohn hinzukommt, den der Arbeitgeber schuldet, wenn keine Zuwendung erfolgt. Eine Lohnumwandlung, z.B. statt Auszahlung von Urlaubsgeld wird ein PC an den Arbeitnehmer geschenkt, berechtigt nicht zur Anwendung dieser Lohnsteuerpauschalierung.

 

Rechtsgrundlage: § 40 Abs. 2 Nr. 5 Einkommensteuergesetz (EStG)

Anwendungszeitraum: ab dem Kalenderjahr 2000

 

Ansprechpartner

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Alfred Siegl Recht und Steuern stv. Geschäftsführer
Telefon: 069 2197-1329Fax: 069 2197-1483
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