Vorsicht vor Anrufen angeblicher IHK-Mitarbeiter

Immer wieder berichten Unternehmen, dass versucht wird, über fingierte Anrufe, die angeblich von Mitarbeitern der IHK Frankfurt geführt werden, an personen- oder unternehmensbezogene Daten zu gelangen. Die Anrufer melden sich oft mit Allerweltsnamen (wie Schneider, Steffen, Jensen, Klinger, Schmidt, Bauer, Koch, Sauer, Wagner). In den letzten Anrufen stellte sich die angebliche IHK-Mitarbeiterin als Frau Seifert (oder Seiffert?) und Frau Friedrich vor. Es ist jedoch schon vorgekommen, dass Namen von tatsächlich existierenden IHK-Mitarbeitern genannt wurden. Typisch ist auch, dass das Telefondisplay keinen ISDN-Anschluss anzeigt. Mit den Anrufen werden Namen, Kompetenzen und Funktionsträger insbesondere im IT-Bereich erfragt. Begründet wird die Nachfrage mit statistischen Interessen oder mit der Behauptung, eine Studie über Kommunikation in Unternehmen machen zu wollen. Die Anrufer machen sich den Ruf der IHK missbräuchlich zunutze, um an interne Daten zu gelangen.

Die IHK Frankfurt rät Ihnen und insbesondere den Mitarbeitern in der Telefonzentrale und in den Sekretariaten zur Vorsicht und dazu, sich bei einem Verdacht durch einen Rückruf bei der IHK über die Legitimation des Anrufers zu vergewissern. Bieten Sie einen Rückruf an. Merkt der Anrufer Widerstände, gibt er sein Vorhaben in der Regel auf. In diesem Fall wird meistens eine Telefonnummer genannt, die nicht existent oder nicht erreichbar ist. Vergleichen sie diese Nummer mit der Nummer der IHK Frankfurt: 069/2197 plus Durchwahl. In dem besonders dreisten Fall Seifert (oder Seiffert?) wurde allerdings sogar eine tatsächlich existierende Telefonnummer der IHK Frankfurt genannt.

Bitte informieren Sie immer die Rechtsabteilung der IHK Frankfurt unter der Rufnummer 069/2197-1314 über entsprechende Vorkommnisse, bevor Sie auf das Anliegen des Anrufers eingehen.



Weitere Warnungen der IHK Frankfurt am Main


Offerten von "Gelbes Branchenbuch"
Per unaufgeforderter E-Mail werden Werbeschreiben für die Eintragung in ein Gelbes Branchenbuch versandt. Sie können beim  Empfänger den Eindruck erwecken, er möge lediglich seine Firmendaten überprüfen und unterschrieben zurücksenden. Dass dabei ein Zwei-Jahresvertrag mit einer Auftragssumme von mindestens 1.560,- Euro vereinbart wird, geht erst aus dem Kleingedruckten hervor.


Landeskriminalamt warnt Händler vor Trickdieben

Das Landeskriminalamt (LKA) warnt Handelsunternehmen vor einer Gruppe von Trickdieben, die derzeit in Hessen unterwegs ist. Die Täter gingen meist nach dem gleichen Schema vor: Sie lenken Verkäufer und Kassierer ab, während ein Komplize die Kassen mit einem Spezialschlüssel öffnet und das Bargeld stiehlt.

Das LKA rät, vor allem die Mitarbeiter im Verkauf und an den Kassen für Kunden zu sensibilisieren, die sich auffällig verhalten, sich etwa mit lauten Zurufen quer durch den Laden verständigen oder Kisten verrücken. Die Mitarbeiter sollten die Kasse immer im Auge behalten und gegebenenfalls Kollegen oder die Polizei verständigen. Zudem sollten sie darauf achten, dass an unbesetzten Kassen kein Bargeld zu finden ist.

Die Trickdiebe stammten aus Großbritannien, seien zwischen 30 und 50 Jahre alt und nutzten oft Baseballkappen, damit sie schwerer zu identifizieren seien. Das LKA bittet um Hinweise an André Schermuly unter der Telefonnummer (0611) 83-3546.