Wann besteht die Pflicht, einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu bestellen?

Der betriebliche Datenschutzbeauftragte ist zwingend zu bestellen, wenn die Kerntätigkeit des Unternehmens es erfordert.

 

Betroffen sind hierbei Unternehmen, deren Kerntätigkeit in Verarbeitungsvorgängen besteht, welche aufgrund Art, Umfang und/oder Zweck eine umfangreiche regelmäßige und systematische Beobachtung personenbezogener Daten erforderlich machen. Unter die Kerntätigkeit fallen Geschäftsbereiche, die zur Verfolgung des Unternehmenszwecks erforderlich sind (zum Beispiel Kundenservice, Marketing oder Adresshandel). "Art, Umfang und/oder Zweck" ist nach objektiven Merkmalen zu ermitteln.

 

Hierzu zählen insbesondere die Anzahl der Betroffenen, die Menge der betroffenen Daten und/oder Vielzahl der verschiedenen Datensätze sowie die Dauer oder geographische Reichweite der Datenverarbeitung. Eine Bestellpflicht besteht jedenfalls, wenn mindestens 20 Personen personenbezogene Daten bearbeiten.

 

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