Corona-Pandemie: Erneute Verschlechterung am regionalen Arbeitsmarkt

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen im Mai 2020 zu einer abermaligen Verschlechterung am regionalen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit im IHK-Bezirk Frankfurt am Main steigt erneut an und liegt derzeit 41 Prozent über dem Vorjahresmonat.

 

IHK-Bewertung

 

Im IHK-Bezirk Frankfurt am Main ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai 2020 im Vergleich zum Vormonat mit einem Plus von rund 12 Prozent erneut deutlich auf nun rund 40.000 gestiegen. Gegenüber dem Vormonatsplus im April 2020 (+19 Prozent) ist jedoch eine Verlangsamung zu erkennen.

 

Die Betrachtung gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2019 zeigt einen noch deutlicheren Anstieg der Arbeitslosigkeit um 41 Prozent. Innerhalb des IHK-Bezirkes ist die Stadt Frankfurt am Main stärker vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen als die beiden Landkreise. Der Vergleich mit der Situation im Vorjahresmonat Mai 2019 zeigt einen Anstieg um 44 Prozent in der Stadt Frankfurt am Main, während er im Hochtaunuskreis mit rund 32 Prozent und 37 Prozent im Main-Taunus-Kreis geringer ausfällt.

 

Aktuelle Arbeitsmarktzahlen aus dem IHK-Bezirk

 

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Im Ergebnis steigt die Arbeitslosenquote abermals deutlich von 5,4 Prozent auf nun 6,0 Prozent. Nach dem Plus im April 2020 von 0,8 Prozentpunkten, lässt sich nun ein Anstieg um 0,6 Prozentpunkte beobachten. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell unterhalb des Bundes- und oberhalb des Landesdurchschnitts (6,1 bzw. 5,6 Prozent).

 

Inwieweit sich diese erhöhte Arbeitslosigkeit verfestigt und sich derzeit in Kurzarbeit befindliche Beschäftigte in Zukunft tatsächlich arbeitssuchend melden müssen, hängt u. a. von den dauerhaft verursachten Schäden des Herunterfahrens der Wirtschaft, vom Umfang der beschlossenen und bereits umgesetzten Lockerungen sowie der Geschwindigkeit des Aufholprozesses ab.

 

Zumindest beim Anstieg der Arbeitslosigkeit stellte sich im Mai 2020 eine Verlangsamung ein. Eine wichtige Frage ist, wie lange der Puffer Kurzarbeit noch hält, d. h. wie viel der vorsorglich angezeigten Kurzarbeit tatsächlich eintritt oder im schlimmsten Fall eine tatsächliche Arbeitslosigkeit am Ende nicht vermieden werden kann. Das theoretische Bedrohungspotenzial ist groß: Im Zeitraum März bis Mai 2020 wurde von rund 14.300 Betrieben Kurzarbeit für insgesamt 243.000 Beschäftigte angezeigt. Das ist die sechsfache Menge der derzeit tatsächlich Arbeitslosen im IHK-Bezirk (rund 40.000).

 

Fazit

 

Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den regionalen Arbeitsmarkt sind auch im Mai 2020 deutlich spürbar. Die Arbeitslosigkeit steigt abermals deutlich gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat. Sowohl bei dem Anstieg der Arbeitslosigkeit als auch bei den Anzeigen auf Kurzarbeit ist jedoch eine vorsichtige Verlangsamung zu erkennen. Das Bedrohungspotenzial bleibt aber hoch. Viel hängt jetzt vom Aufholprozess und den Hilfen ab.

 

 

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