Arbeitslosigkeit im April 2021: Abermaliger Rückgang

IHK-Bewertung
Im IHK-Bezirk Frankfurt am Main ist die Zahl der Arbeitslosen im April 2021 im Vergleich zum Vormonat abermals gesunken (-0,9 Prozent). Die Betroffenheit des regionalen Arbeitsmarktes durch die Corona-Pandemie bleibt jedoch hoch. Das zeigt sich beim Blick auf den längerfristigen Vergleich mit dem Vorjahresmonat April 2020. Die Arbeitslosigkeit im IHK-Bezirk liegt rund 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Das entspricht einem Plus von 5.322 Arbeitslosen. Trotz des Vergleichs mit dem ersten Krisenmonat der Corona-Pandemie lässt sich demnach noch eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit feststellen.

 

Aktuelle Arbeitsmarktzahlen aus dem IHK-Bezirk Arbeitsmarkt im April 2021

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Die Metropolregion FrankfurtRheinMain – und damit auch der IHK-Bezirk – sind aufgrund ihrer Branchenstruktur stärker als andere Regionen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat die Auswirkungen deutschlandweit untersucht. Die besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen sind – vor allem in Frankfurt – vergleichsweise stark vertreten. Diese Bereiche sind die Luftfahrt, Logistik, Beherbergung, Gastronomie, Reisedienstleistungen, Kultureinrichtungen sowie Freizeit-, Unterhaltungs- und Sportbetriebe. Außerdem sind Teile des Handels unter den Leidtragenden.


Die Betroffenheit der Region zeigt sich beim Vergleich mit dem Landes- und Bundesdurchschnitt: In Hessen liegt die Arbeitslosigkeit um deutlich geringere 6,5 Prozent und im Bund um 4,8 Prozent über dem Vorjahresmonat April 2020. Die Arbeitslosenquote im IHK-Bezirk sinkt abermals leicht auf nun 6,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt damit über dem Landesdurchschnitt in Hessen (5,5 Prozent) und dem Bundesdurchschnitt (6,0 Prozent). Innerhalb des IHK-Bezirks liegen die Arbeitslosenquoten in den beiden Landkreisen Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis im Niveau weiterhin unterhalb der Stadt Frankfurt am Main.


Die Neu-Anzeigen auf Kurzarbeit hatten ihren Höhepunkt im April 2020 (erster Lockdown) erreicht. Anschließend setzte im Zuge der Lockerungen über den Sommer 2020 eine Entspannung ein und die Neu-Anzeigen gingen immer weiter zurück. Von August 2020 bis Januar 2021 stiegen die Zahlen wieder an. Der Anstieg verlief im Vergleich zum ersten Lockdown aber moderat. Seit Februar 2021 sinken die Anzeigen wieder. Im April 2021 wurden im IHK-Bezirk 142 Anzeigen auf Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen aufgegeben. Darin enthalten waren 832 Personen. Ein Blick auf den Vorkrisenmonat Februar 2020 zeigt aber das unverändert hohe Niveau bei der Kurzarbeit. Damals gingen nur 18 Anzeigen mit 297 darin enthaltenen Personen bei den Arbeitsagenturen im IHK-Bezirk ein.


Ein Ausblick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten fällt schwer. Die sich zuletzt auf einem Tableau bewegenden Inzidenzzahlen machen jedoch Mut, dass die nun erkennbaren Fortschritte beim Impfen erste Wirkung entfalten und im Sommer eine schrittweise Rückkehr zur Normalität ermöglichen. Die Wiederaufnahme der Insolvenzantragspflicht wird in den nächsten Monaten einen besseren Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die regionale Wirtschaft ermöglichen.

 

Fazit
Die Arbeitslosigkeit befindet sich unverändert auf einem hohen Niveau. Die Metropolregion FrankfurtRheinMain – und damit auch der IHK-Bezirk Frankfurt am Main – sind aufgrund der Branchenstruktur besonders von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Inwieweit sich diese Arbeitslosigkeit verfestigt, hängt vor allem von der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen und der damit einhergehenden Beschränkungen sowie der Wirksamkeit der Impfstrategie ab.

 

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Pressemeldungen für den Agenturbezirk Frankfurt am Main
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