Hessische Industrie weiter von der Corona-Krise betroffen

Auch im Juli sind die Folgen der Corona-Pandemie in der hessischen Industrie unübersehbar. Nach Daten des Hessischen Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Auftragseingänge der hessischen Industrie ist um 19,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. Die Umsätze fielen um 11,2 Prozent gegenüber Juli 2019, die Beschäftigung ging um 2,7 Prozent zurück. Gründe für diesen Einbruch sind vorrübergehende Betriebsschließungen, durchbrochene Lieferketten und Kurzarbeit.

 

Insgesamt erwirtschafteten die hessischen Industriebetriebe 9,1 Milliarden Euro Umsatz und damit 11,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die im Inland erwirtschafteten Umsätze betrugen 4,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 7,9 Prozent im Vergleich zu Juli 2019. Die mit dem Ausland erwirtschafteten Umsätze sanken um 13,7 Prozent und betrugen knapp 5,0 Milliarden Euro. Besonders stark vom Rückgang des Umsatzes betroffen war die Branche "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" mit einem Rückgang von 28,5 Prozent.

 

Die preisbereinigten Auftragseingänge sanken im Juli 2020 stark um 19,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Nachfrage aus dem Inland reduzierte sich um 21,0 Prozent, die Auslandsnachfrage sank um 19,0 Prozent.

 

Im Juli 2020 waren 361.000 Personen in den Betrieben beschäftigt, das entsprach einem Rückgang in Höhe von 2,7 Prozent gegenüber Juli 2019.

 

Die Branchen "Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen" und "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen" sind die einzigen Branchen, bei denen sowohl der Umsatz um 7,2 bzw. 11,8 Prozent als auch die Beschäftigung um 1,2 bzw. 13,3 Prozent gestiegen sind. Neben den beiden genannten Branchen ist die Zahl der Beschäftigten auch in der Chemiebranche um 7,0 Prozent gestiegen, der Umsatz ist jedoch um 12,7 Prozent gesunken.

 

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Malte Hischemöller Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung
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