Aktueller Konjunkturbericht für Hessen

Konjunktur auf hohem Niveau ­– Erwartungen trüben sich weiter ein

 

In den hessischen Unternehmen ist die Stimmung weiterhin gut, jedoch trübt sie sich zum dritten Mal in Folge ein. Der Geschäftsklimaindex, der die Lageurteile und die Geschäftserwartungen der Unternehmen in einem Wert zusammenfasst, sinkt von 124 auf 119 Punkte. Damit liegt er neun Punkte über dem langjährigen Mittelwert und elf Punkte unter dem rekordverdächtigen Vorjahresniveau.

Die Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage fällt erneut sehr positiv aus. Jeweils 46 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre Lage als gut oder zufriedenstellend und nur acht Prozent sind unzufrieden. Der Lagesaldo verliert gegenüber der Vorumfrage zwei Punkte, erreicht mit 38 Punkten aber ein deutlich überdurchschnittliches Niveau (Durchschnittswert: 16 Punkte). Besonders gut laufen die Geschäfte im Baugewerbe und bei den Versicherungen, aber auch die unternehmensbezogenen Dienstleister zeigen sich sehr zufrieden.

 

Ihre Prognosen für die kommenden Monate schrauben die Unternehmen abermals zurück. Der Erwartungssaldo verringert sich um sieben Punkte und liegt mit drei Punkten nur noch knapp im positiven Bereich. Positive und negative Geschäftserwartungen halten sich demnach weitgehend die Waage. Mit 65 Prozent geht der Großteil der Unternehmen dennoch von gleichbleibenden Geschäftsergebnissen aus. Die größten Sorgen über die zukünftige Lage machen sich die Unternehmen des Kreditgewerbes und die Einzelhändler. Jedes vierte Unternehmen aus dem Kreditgewerbe erwartet eine ungünstige Geschäftslage, bei den Einzelhändlern ist es mehr als jedes fünfte (22 Prozent) Unternehmen. Die Erwartungssalden sinken auf minus 17 (Kreditgewerbe) und minus neun (Einzelhandel) Punkte.

 

Die sinkenden Erwartungen spiegeln sich auch in der Investitionsabsicht, der Einstellungsbereitschaft und in den Exporterwartungen wider. Während der Investitionssaldo in der Vorumfrage noch bei 15 Punkten lag, sind es nun neun Zähler. Der Beschäftigungssaldo verringert sich leicht um drei auf acht Punkte, verliert damit aber nicht an expansiver Dynamik. Die Exporterwartungen sinken weiter. Der Exporterwartungssaldo verringert sich von zehn auf drei Punkte.

 

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