Stärken/Schwächen-Analyse von FrankfurtRheinMain

Im Vorfeld der Zukunftsklausur wurde eine Stärken/Schwächen-Analyse von FrankfurtRheinMain erstellt, die in der Klausur von den Teilnehmern diskutiert und ergänzt wurde. Dabei stand nicht alleine der Wohnungsmarkt im Fokus, sondern die Stärken und Schwächen der Region insgesamt wurden als relevante Faktoren für die Entwicklung des Wohnungsmarktes identifiziert.

Stärken von FrankfurtRheinMain

  • Polyzentrale Struktur: Vielfalt in der Region, Funktionsteilung/unterschiedliche Schwerpunkte der einzelnen Zentren und Subzentren
  • Dynamischer Wirtschaftsstandort (hohe Arbeitsproduktivität; Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitskräfte, ausgewogener Branchenmix)
  • Verkehrliche Zentralität, hervorragende Erreichbarkeit mit allen Verkehrsträgern (Flughafen, Schienen- und Fernstraßenknotenpunkte, dichtes ÖPNV-Netz im Ballungsraum)
  • Wissenschaftsstandort mit zahlreichen F+E – Einrichtungen, Universitäten, Hochschulen
  • Attraktiver Wohnraum vorhanden (wenn auch in zu geringem Maße); niedrige Miet- und Kaufpreise (im Metropolenvergleich, insbesondere international), niedrige Lebenshaltungskosten im internationalen Vergleich
  • Niedrige Büromieten im internationalen Vergleich (London, Paris, Moskau)
  • Internationalität, Toleranz, Weltoffenheit (viele ausländische Entscheider, Unternehmensgründer, Studierende, internationale Schulen und Kindergärten)
  • Breites kulturelles Angebot (geschichtsträchtige Orte, hohe Dichte an Festivals und Veranstaltungen)
  • Gut vernetzte, auch innerstädtische Grünzüge und Naherholungsgebiete in der Region (bspw. Grüngürtel, Regionalparkroute etc.)
  • Hohe Freizeitqualität (Landschaftliche Vielfalt, Flüsse Main und Rhein, Hoher Naherholungswert, zahlreiche Wellnessangebote) Gepflegte Stadtbilder
  • Einzigartiges Stadtbild in Deutschland in Frankfurt am Main: Skyline
  • Hohe Bevölkerungsfluktuation
  • Wettbewerb durch polyzentrale Struktur
  • Preise der Immobilien attraktiv für internationale Investoren (Professionalisierung)
     

Schwächen von FrankfurtRheinMain

  • Polyzentrale Struktur: Intraregionaler Konkurrenzkampf der Kommunen
  • Wenig ausgeprägtes regionales Image (Kein Leitbild für die künftige Entwicklung; kein Profil, das gemeinsam von allen Kommunen vermarktet werden würde, keine regionale Identität/Identifikation der Bevölkerung, fehlender Regionalpatriotismus)
  • Negatives Image von Frankfurt am Main (statistisch hohe Kriminalität, Rotlichtmilieu/Kaiserstraße)
  • Hohe Lebenshaltungskosten im nationalen Vergleich
  • Hohe Lohnkosten
  • ÖPNV-Dichte in der Fläche eher niedrig
  • Knappheit von Wohnraum, sowohl im niedrigpreisigen Segment als auch bei großen Wohnungen
  • Hohe Büromietpreise (in Frankfurt am Main) im nationalen Vergleich
  • Wenig attraktive Einzelhandelsstruktur im nationalen Vergleich (München, Hamburg, Berlin, Köln)
  • Zu starke Fokussierung auf den Finanzplatz in allen Bereichen: Universität/Forschung, kulturelle Szene, Vermarktung etc., deshalb wenig attraktiv für Kreativenmilieus
  • Geringe Dichte und Vielfalt im Nachtleben, wenig belebte Innenstädte (im Vergleich zu anderen Metropolregionen)
  • Schlechtes Parkplatzangebot in manchen Stadtteilen
  • Kein Hinterland für spezielle Sportaktivitäten (kein Gebirge, kein Strand, kein See)
  • Die Region wird nicht ausreichend vermarktet
  • Einmaligkeit „Mainhattans“ wird nicht ausreichend herausgestellt
  • Region FrankfurtRheinMain zu heterogen, keine einheitlichen Leitbilder, Konkurrenz zwischen den Städten
  • Konkurrenz zwischen bestehenden Interessensgruppen
  • „Emotionale Heterogenität“ (z.B. Dialekt, Regionalgetränk)
  • „Hessisch“ (geht zurück), Internationalität (wird mehr)
  • Mangel an Gastlichkeit, Frankfurt wird kühler 
  • Wohnangebot zu wenig internationalisiert, nicht attraktiv genug für Personen, die weltweite Angebote kennen
 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Sebastian Trippen Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung Geschäftsführer
Telefon: 069 2197-1482Fax: 069 2197-1304

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