Bonitätsanalyse durch die Deutsche Bundesbank

Im Rahmen geldpolitischer Operationen des Eurosystems gewährt die Bundesbank inländischen Kreditinstituten Kredite. Die Institute können dafür als Sicherheiten auch Kreditforderungen an Wirtschaftsunternehmen einsetzen. Diese Wirtschaftsunternehmen müssen allerdings „notenbankfähig“ sein, also eine hohe Bonität aufweisen. Die Bundesbank prüft dafür die Jahresabschlüsse des Unternehmens. Sie analysiert wesentliche Kennzahlen für Rentabilität, Innenfinanzierungskraft, Liquidität und Kapitalstruktur und Zahlen aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Sie vergleicht diese mit den Ergebnissen von Unternehmen derselben Branche für drei aufeinander folgende Jahre. Anschließend vergibt die Bundesbank eine Rangstufe auf einer Skala von 1 bis 7. Das Testat „notenbankfähig“ erhalten dabei nur Unternehmen mit einer Rangstufe von 1 bis 3.

Diese Bonitätsanalyse bietet die Bundesbank außerhalb der geldpolitischen Operationen auch interessierten Wirtschaftsunternehmen an:
  • Das Unternehmen kann sich über die eigene Stellung im Wettbewerbsumfeld informieren, weil in die Analyse Vergleichswerte von Unternehmen derselben Branche einbezogen werden.
  • Individuelle Stärken und Schwächen werden im Vergleich zu den Wettbewerbern deutlich.
  • Das Unternehmen kann Veränderungen über drei Jahre verfolgen.
Unternehmen, die diesen Service der Bundesbank nutzen möchten, wenden sich bitte an das Referat Bonitätsanalyse und Wertpapiere der regional für sie zuständigen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank, für den IHK Bezirk Frankfurt am Main in der Taunusanlage 5, 60329 Frankfurt/Main, Telefon 069-2388-0. Für eine Analyse werden die Jahresabschlüsse der letzten beiden Jahre benötigt.

Weitere Informationen können der Kurzübersicht „Bonitätsanalyse der Deutschen
Bundesbank“ entnommen werden.

August 2008